Seit dem 15. Juli 2017 bin ich für den "Verkehrsverbund Rhein-Ruhr" (#VRR) und die #Deutsche Bahn als Fahrgasterheber in verschiedenen Zügen in NRW rund um die Uhr unterwegs.

Hierbei erlebt man viel - auch schönes.

Die meisten Fahrgäste sind sehr nett. Der eine oder andere unter ihnen plaudert auch ganz locker mit einem. Ebenso freundlich wird man von den Mitarbeitern der verschiedenen Zugunternehmen behandelt. Auch wenn man sich eigentlich noch nicht kennt und unsere Aufgabe eine völlig andere ist, wird man sehr schnell freundlich und kollegial aufgenommen. Jedoch gibt es den einen oder anderen Fahrgast der nicht so begeistert über unsere statistischen Erhebungen ist.

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Besonders verärgert reagieren manche Menschen wenn die Züge Verspätung haben. Allerdings, auch wir können nichts dafür.

Es gibt keine fest Faustregel, wer friedlich ist und wer nicht. So hatte ich mal eine Gruppe recht wild und hart aussehender junger Männer, bei denen ich erst ernsthaft überlegt habe ob ich mich trauen sollte sie auf die Fahrkarten hin anzusprechen. Ich traute mich und wurde angenehm überrascht. Alle waren sehr freundlich und zeigten bereitwillig die Karten.

Manche Bahnhöfe hingegen sind nicht so freundlich. Auch hier gibt es die verschiedensten Ausführungen. Übel wird es, wenn die Toiletten im Zug defekt sind und der Bahnhof über keine verfügt. Von solchen Bahnhöfen gibt es noch viele im VRR-Gebiet. Auch ist es nicht immer gemütlich - was sich nicht nur auf die Sauberkeit bezieht - meistens ist es sehr windig am Bahnhof und jetzt fängt auch noch die nasse Jahreszeit an.

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Auch wir sind von den Verspätungen, für die es verschiedene Ursachen gibt, betroffen. Einmal mussten wir fast - wegen einem herrenlosen Koffer - den Hauptbahnhof Düsseldorf evakuiren lassen. Der Koffer stellte sich jedoch als harmlos heraus. Ein anderes Mal verlief es nicht so glimpflich - in Dortmund kam es zum Personenschaden und für Stunden waren mehrere Gleise gesperrt.

In der letzten Zeit häufen sich Vorfälle bei denen wir die Bundespolizei einschalten mussten. Die Hemmschwelle zur Androhung von Gewalt oder gar Ausführung ist - so berichten auch die Zugbegleiter - sehr stark gesunken.

Ich wurde Zeugin als einem meiner Kollegen mit Gewalt gedroht wurde, eine Kollegin wurde angegriffen und auch ich bin sogar selber körperlich angegriffen worden.

Dennoch ist es ein schöner Job, besonders im Sommer. Man sieht sehr viel und lernt viele verschiedene Menschen kennen. #NRW