Der 25. November wurde im Jahr 1999 von der Generalversammlung der #UNO als Internationaler Tag gegen #Gewalt an Frauen ausgewählt. Eine Gruppe von Aktivistinnen aus Lateinamerika und der Karibik hatte sich 1981 in Bogotà, Kolumbien, zusammengefunden und der UNO den 25. November als Datum vorgeschlagen. Die Aktivistinnen hatten dieses Datum ausgewählt, um der brutalen Ermordung der drei Schwestern Mirabal zu gedenken, welche als mutiges Beispiel der revolutionären Frauen in der Demokratischen Republik gelten. Das Regime des Diktators Rafael Leónidas Trujillo (1930-1961) regierte damals mit harter Hand und liess das Land während über 30 Jahren in tiefes Chaos und Rückständigkeit fallen.

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Schon seit 1981 organisieren Menschenrechtsorganisationen alljährlich zum 25. November Veranstaltungen, bei denen die Einhaltung der Menschenrechte von Frauen und Mädchen auf die Agenda gesetzt werden. Ins Zentrum rücken dabei die Themen Zwangsprostitution, sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung ebenso wie Genitalverstümmelung, häusliche Gewalt und Zwangsheirat.

Gewalt an Mädchen und Frauen weltweit

In vielen Teilen der Welt haben Mädchen keine Chance. Jährlich verlieren 1.5 bis 3 Millionen Mädchen und Frauen durch geschlechtsspezifische Gewalt und Vernachlässigung ihr Leben. Gewalt an Mädchen und Frauen ist eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen. Die systematische #Diskriminierung findet ihren Ausdruck häufig in Praktiken, die Mädchen in schwerwiegender Weise benachteiligen, wie zum Beispiel in der Genitalverstümmelung, der mangelnden Versorgung mit Nahrung oder medizinischer Betreuung oder der gezielten Abtreibung weiblicher Föten.

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Zunehmendes Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern

UNICEF schätzt, dass über 100 Millionen Mädchen und Frauen aufgrund von diskriminierenden Präferenzen nicht am Leben sind. Die Ursachen für diesen traurigen Missstand sind vielfältig und haben soziale, religiöse, kulturelle oder politische Hintergründe. In vielen Ländern der Welt ziehen Eltern männliche Nachkommen weiblichen vor, weil Buben für ein besseres Einkommen sorgen oder einfach in der Kultur ein höheres Ansehen geniessen. Demgegenüber haben Mädchen oft keine Chance und gelten vielerorts als Belastung.

Aufruf der UNO gegen die Kultur der Diskriminierung

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die Menschen weltweit dazu aufgerufen, einer Kultur der Diskriminierung entschieden entgegenzutreten. Anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen, erklärte Ban, müssten alle Regierungen sich an ihre gemachten Zusagen halten, um Gewalt gegen Frauen und Mädchen weltweit zu beenden.