Kein Jamaika - nun kokettiert man mit dem Ex

Momentan scheint die Kanzlerin, mal wieder, geschwächt zu sein. Ist das nur eine Momentaufnahme? Die Schwierigkeiten der Sondierungsgespräche bis zum unerwarteten Wegrennen der FDP haben sie wieder wackeln lassen. Nun wird doch wieder mit der #SPD kokettiert. Sie schmollt zunächst und will sich Zeit lassen.

Die Angst der SPD geht auf Mangel an eigenen Führungspersönlichkeiten zurück

Die SPD hat Mangel an Führungspersönlichkeiten und verweigert deswegen eine #GroKo, denn das würde ihren Untergang an der Seite der Phönix-Kanzlerin bedeuten.

Zuerst hat die FDP das Handtuch geworfen.

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Es war ihr zu heikel. Angeblich waren die Grünen schuld. Dann war die SPD die einzige Alternative um Neuwahlen zu vermeiden.

Wie soll denn Schulz eine GroKo durchführen, wenn er offensichtlich nichts davon hält oder Angst davor hat weiter an Wählerschaft einzubüßen? Viel Glaubwürdigkeit wird er nicht bringen. Sein voreiliger Beschluss nach den katastrophalen Wahlergebnissen, nicht für eine GroKo zur Verfügung zu stehen, wird ihn sehr lange begleiten.

Sollten Parteien und Politiker nicht das Beste für das Land wollen, statt nur aus der Angst Wählerschaft zu verlieren zu agieren? Das Hauptargument der SPD gegen die Groko ist aber weitere Prozente zu verlieren.

Die SPD ignoriert offensichtlich die Tatsache, dass nicht nur aus der CDU-CSU Wähler in die AfD gewandert sind, sondern auch halbe Million aus den eigenen Reihen.

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Sicherlich bringt eine neue-alte GroKo die Gefahr mit sich, dass die Ränder gestärkt werden, weil viele Bürger keine GroKo mehr wollen. Dann lasst uns doch neue Wahlen wünschen und hoffen, dass die Wähler anderes wählen und dieses Mal eine deutlichere Richtung gezeigt wird. Aber dann jetzt und nicht erst bis Ostern warten. Ein anderer Vorschlag wäre sofort die Parteispitze umbesetzen, damit doch neue Verhandlungsgespräche möglich sind. Ich bin sehr gespannt, was die SPD bei Neuwahlen versprechen wird, wenn sie jetzt gestalten könnte aber nicht will. Träumt sie etwa davon einen sehr starken Zustrom zu erhalten? Das ist reine Utopie.

Die SPD hat von der GroKo nicht profitiert, weil es ihr nicht gelungen ist ihre sozialen Parteipunkte durchzusetzen oder weil sich diese vor der Öffentlichkeit von der Phönix-Kanzlerin klauen zu lassen. Es liegt also nicht an der GroKo, sondern an der Unfähigkeit der SPD-Spitze. Sogar die „Ehe für alle“ hat Merkel letztendlich geschafft als ihre Errungenschaft zu verkaufen.

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Ist nun die Geschicklichkeit der Kanzlerin oder das Versagen ihrer Mitregierenden das Problem? Oder eine Mischung von beiden?

Die Phönix-Kanzlerin aus der Asche wiederauferstanden

Beispiele für ihr „Wiederkommen“ gibt es reichlich. Hier nur ein paar Beispiele:

2010 verlor sie an Popularität als die Bundesregierung den deutschen Anteil im Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetz absegnete. Ein Verstoß gegen die No-Bailout-Klausel, die eine Haftung der Europäischen Union beziehungsweise aller Mitgliedstaaten für Verbindlichkeiten einzelner Mitgliedstaaten ausschließt. Großer Aufschrei und Verlust bei den Umfragen. Die Kritik perlte an ihr ab.

Die Tiefpunkt ihrer Legislatur war 2015 als eine Million Flüchtlinge ins Land kamen und sie dafür verantwortlich gemacht wurde. Im Dezember desselben Jahres kürte sie die Time zur Person of the Year, was sie wieder etwas nach oben puschte.

2016 war ein schwieriges Jahr für die Kanzlerin, dennoch ist wieder auferstanden und lag wieder vorne bei den Umfragen.

Jens Spahn als Retter? Zeit für Spahn?

Zugegeben ist Merkel unheimlich wichtig für die Stabilität Europas. Sollte sie aber etwas mehr an die Stabilität des eigenen Landes denken?

Ist es vielleicht nicht schon Zeit für einen Herrn Spahn? Vielleicht versteht er besser, wie wichtig die Digitalisierung für die Zukunft unseres Landes ist. Oder dass die Schonung der Automobilindustrie eher dem Land langfristig schadet, weil es nur einen scheinbaren Schutz von Arbeitsplätzen bedeutet. Die Arbeitsplätze, die heute künstlich geschont werden, wird man auf Dauer nicht halten können. Die Industrie muss heute handeln und den Arbeitnehmern die Möglichkeit geben sich neu zu richten und umzubilden.

Die Stärke Merkels ist die Schwäche ihrer Konkurrenz

Eindeutig lieg der Erfolg der Kanzlerin an der Schwäche ihrer Konkurrenz. Das zu akzeptieren würde das große Ego vieler unserer Politiker verletzen. Es scheint als würde die SPD auf Zeit setzen, bis Merkel nicht mehr da ist, damit sie wieder eine realistische Chance hat.

Wird die Kanzlerin aus dieser Regierungsbildungskrise erstärkt rauskommen oder ist sie tatsächlich ihr Untergang? Hat sie den Abgang verpasst? Was sie verpasst hat ist jemanden an ihrer Seite aufzubauen, der das neue Gesicht der CDU werden kann. Denn irgendwann ist auch die Zeit Merkels vorbei. #Angela Merkel