Ich habe von zwei Fällen in Deutschland gehört die Aufzeigen wie grob fahrlässig in Deutschland mit Menschen umgegangen wird. Hier für Sie die Fälle von zwei jungen Frauen (Yvonne und Andrea) die sich in der #Psychiatrie kennen gelernt haben.

Yvonnes Vorgeschichte

Die junge Frau leidet an Morbus Crohn (chronische Entzündung des Verdauungstraktes) und musste verschiedene Medikamente deshalb einnehmen. Die Belastung war für sie sehr hoch und so erkrankte sie zusätzlich auch psychisch. Aufgrund der Medikamente die sie einnehmen musste unterblieb bei der noch jungen Frau die Menstruation. Die Ärzte teilten ihr mit, sie müsse auf Kinder verzichten.

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Diese Nachricht belastete die Psyche noch mehr. Eines Tages hielt die Frau es nicht mehr aus und versuchte Selbstmord durch einen Sprung aus dem Fenster der vierten Etage zu begehen. Der Sprung konnte nicht verhindert werden, allerdings durch den Rettungsversuch konnte die Frau, wenn auch schwer verletzt, überleben.

Es waren Operationen erforderlich, die Beinknochen und Wirbelsäule wurden mit Metallschienen versehen. Inzwischen ist die Frau nicht mehr auf den Rollstuhl angewiesen. Zu den bereits vorliegenden Erkrankungen kamen noch weitere psychische Diagnosen wie manisch Depressiv und Helfersyndrom dazu.

Dank der Unterstützung eines Homöopathen konnte die junge Frau doch schwanger werden. Die Geburt der kleinen Tochter verlief sehr gut. Die Frau war glücklich. Allerdings war sie aufgrund der Bewegungseinschränkungen unsicher auf den Beinen.

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Hinzu kamen sehr heftige Schwindelanfälle und Gleichgewichtsstörungen.

Die Frau war sehr verunsichert und hatte Angst mit dem Baby alleine zu sein. Sie traute sich nicht aus der Wohnung raus. Allerdings hatte kaum einer in ihrem Umfeld dafür wirklich Verständnis. Sie wurde wegen ihrer Angstattacken wieder in die Psychiatrie eingewiesen. Wurde sogar eine Weile auf der geschlossenen Station untergebracht!

Eine tatsächliche Behandlung der Angstzustände wurde nicht vorgenommen. Die Frau wurde einfach mit Beruhigungsmittel ruhig gestellt. Die Entlassung dauerte, da die zwischenzeitlich von dem Medikament abhängige Frau erst noch eine Entziehungskur machen musste. Dieses als Mutter eines Babys, das Kind wurde vom Vater und der Schwiegermutter so lange versorgt.

Eine Freundin hörte, zufällig, wie Yvonne einmal sagte, dass sie 17 verschiedene Medikamente nehmen müsse. Dieses erschien der Freundin zu viel. Sie hab Yvonne den Tipp: mit allen Medikamenten einen Arzt aufsuchen, zu dem sie normalerweise nicht geht und das alles einmal überprüfen lassen.

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Kein Wunder - die Medikamente vertragen sich nicht

Yvonne befolgte den Ratschlag und suchte nach der Entlassung einen Arzt auf. Dieser schaute sich die Vielzahl der Medikamente an und kam sehr schnell zu dem Ergebnis das sich einige der verabreichten Medikamente nicht vertrugen. Die Folgen: Schwindelatacken und starke Gleichgewichtsstörungen!

Genau die Probleme die Yvonne hatte, deren Ursache jedoch - angeblich - unerklärlich waren und nur auf psychische Angstzustände geschoben wurden.

Wie kam es zu dem Gift-Cocktail?

Die verschiedenen Erkrankungen machten die Einnahme der Medikamente erforderlich. Allerdings kann die Wirkung durch andere Medikamente verstärkt oder geschwächt werden. Das war bei Yvonne der Fall. Allerdings suchten die Ärzte dann nicht ein anderes Medikament mit besserer Zusammenwirkung sondern verschrieben einfach immer mehr und mehr.

Dieses ist nur ein Beispiel wie leichtfertig mit Medikamenten und auch mit der Unterbringung in der Psychiatrie - sogar der geschlossenen Station - umgegangen wird.

Nachdem die wirkliche Ursache der Gleichgewichtsstörungen gefunden wurde konnte der jungen Frau und Mutter schnell geholfen werden. Endlich konnte sie die Zeit mit ihrem Baby richtig genießen.

Über den zweiten Fall "Andrea" berichten wir in einem eigenen Beitrag.

Die Gespräche mit Yvonne wurden persönlich geführt. #Medizin #Gesundheit