Wissenschaft hat ergebnisoffen zu sein, zumindest so lange, bis einwandfreie und überprüfbare Beweise erbracht werden, die für alle, die es interessiert, einsehbar und auch nachvollziehbar sind. Methoden, die zu wissenschaftlich relevanten Ergebnissen führen, müssen überprüfbar sein und sich experimentell wiederholen lassen. Verschiedene rechnergestützteModelle können zwar eine These unterstützen, dürfen aber Wissenschaftler zu keinen normativen Aussagen verleiten, die zu Scheinkorrelationen führen. Solange die Ursachen, die zu Ergebnissen führen, sich nicht exakt verifizieren oder falsifizieren lassen, müssen wissenschaftliche Diskussionen sachlich geführt werden und nicht in verbalen und emotional aufgeladenen Schlammschlachten ausarten, nur weil sie politisch und gesellschaftlich konform erscheinen, so wie beim Thema Klima.

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Derzeit sind noch zu viele Fragen offen, ob die von der Industrie und dem Verkehr produzierte Menge an CO2 überhaupt einen messbaren Einfluss auf das Klima hat oder bestenfalls nur als marginal zu betrachten ist. Zudem ist die Frage auch nicht abschließend geklärt, ob und inwieweit der anthropogene Anteil am CO2 Kreislauf überhaupt einen Einfluss auf die globale Temperaturentwicklung hat oder ob der industrielle Anteil am CO2 eventuell eher ein Indikator dafür ist, wie und in welch einem Umfang der Mensch mit seiner Technik, an einer weltweiten Luftverschmutzung beteiligt ist oder ob andere mögliche Ursachen für den Anstieg der Temperatur verantwortlich sind.

Unter dem Gesichtspunkt der Luft- und Umweltverschmutzung, welche unbestritten sind, wäre eine Reduktion des CO2-Ausstoßes angebracht, wenn gleichzeitig auch die Qualitäten der Luft und die der Natur verbessert würden.

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Den Fokus einzig auf eine CO2 Reduktion zu legen ist der falsche Ansatz und kann zu falschen Ergebnissen mit fatalen Folgen führen. Erst wenn der Umweltgedanke von allen Beteiligten wieder in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt wird, können die Probleme der Menschheit gelöst werden. Dazu muss man aber das derzeitig weltweite Bevölkerungswachstum in den Griff bekommen. Müssen wir weg von immer mehr Wachstum und hin zu einer moderat bescheidenen und humanen Lebenskultur. Muss unsere Zivilisation neu gedacht werden, so das wir und zukünftige Generationen auch mit Klimaveränderungen klarkommen, weil wir in unseren Planungen mehr die natürliche Umwelt berücksichtigen.

Durch dieses unwürdige Gehabe um das CO2 aber wird eine kritische Analyse der möglichen Ursachen des stattfindenden Klimawandels mit den globalen Problemen und Chancen die dies mit sich bringt, fast unmöglich. Zudem wird von vielen Gegnern (nicht Kritikern) das Thema Klima für ihre Zwecke, als fragwürdiges “Propagandamittel“ benutzt, was eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema zusätzlich erschwert. Zu schnell gerät man in den Verdacht einer ideologisch umtriebigen Subkultur anzugehören, die hinter allem was uns umgibt, eine gesteuerte Weltverschwörung zu erkennen glaubt.

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Gleichwohl aber bedient sich die “Weltverschwörungsszene“ gerade aus den gleichen Quellen der kritischen Wissenschaft, um ihre unerträgliche Hetze und Verschwörungsorgien in den sozialen Netzwerken zu feiern und dies erschwert die eigene Arbeit erheblich. Es ist die vordringliche Aufgabe der freien Presse, eben nicht blind ideologisch verblendeten Massen zu folgen, nicht zu polarisieren und zudem einen offenen Blick auf die Dinge zu wahren, um auch das Thema Klima wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Aber auch, um die wahren Probleme der Menschheit wieder in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Deshalb ist es für diesen und die nächsten Artikel dieser Serie unerlässlich, sich mit dem Thema CO2 etwas eingehender zu beschäftigen, um auch zu begreifen, worum sich die ganze Debatte eigentlich dreht.

CO2 und das Klima

Um das Klima der vergangenen Jahrtausende zu ermitteln werden Lufteinschlüsse, die man aus Eisbohrkernen gewinnt, analysiert und ausgewertet. Daraus ist zu entnehmen, dass es in den vergangenen 400.000 Jahren in den Eiszeitzyklen zu starken Schwankungen der CO2 Konzentration in der Erdatmosphäre kam. Die CO2 Konzentrationen der letzten 400 000 Jahre, lagen in der Spitze bei rund 300 - 310 ppm (Parts per Million) und zwischen 180 - 200 ppm im Minimum. Diese Spitzen markieren die Eis- und Warmzeiten der letzten Jahrtausende mit ihren gewaltigen Temperaturschwankungen. In den letzten eintausend Jahren, lag der Wert des CO2 trotz Temperaturschwankungen von über 2 Grad Celsius, bei rund 280 ppm. Die gegenwärtige CO2 Konzentration von rund 400 ppm zeigt daher eine deutliche Anomalie zu den Werten der letzten eintausend Jahre auf, dessen Gründe es noch zu ermitteln gilt.

Auffällig auch, dass der rasante Anstieg des Co2 von vorindustrieller Zeit 280 ppm, bis heute auf knapp 400 ppm, sich innerhalb von nur 167 Jahren vollzog. Den Schluss daraus zu ziehen das der Mensch einen wesentlichen Anteil an dieser Anomalie trägt, liegt also sehr nahe. Noch deutlicher wird dies, wenn man sich die Werte der letzten 400.000 Jahre auf einem Diagramm veranschaulicht. Da erkennt man, das sich die Entwicklung der CO2 Konzentrationen wie eine Amplitude verhält, die in fast gleichmäßigen Abständen voneinander, ihre jeweiligen Höhen und Tiefen erreicht. Diese “Amplitude“ wiederum wurde in ihrem Verlauf, durch kleinere Unterbrechungen in ihrer Auf- und Abwärtsbewegung durch kleine zwischengelagerte Auf- und Abwärtsbewegungen begleitet, erfolgte also nicht strikt linear.

Wenn man nun den offiziellen Verlautbarungen des #IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change, Weltklimarat) glauben schenken darf, erfolgt die Bewegung der CO2 Konzentration parallel zur Entwicklungskurve der mittleren Temperatur der nördlichen Hemisphäre. Das Diagramm worauf sich tausende von Publikationen beziehen, wird auch als Hockeystick-Kurve bezeichnet. Diese Grafik jedoch zeigt nach Meinung einiger Wissenschaftler, gravierende statistische Mängel auf. So wurde vom Original Diagramm der wichtige Bereich der Unsicherheit (Range of Uncertainties) einfach weggelassen, beziehungsweise geglättet! Diese Methode ist laut der TU Berlin, “schlechte Wissenschaft“ und zudem äußerst manipulativ. Quelle: Technische Universität Berlin.

Der Kohlenstoffkreislauf

Da bei niedrigen Temperaturen Kohlenstoff in der Hydrosphäre und Lithosphäre gebunden und bei steigenden Temperaturen an die untere Atmosphärenschicht wieder abgegeben wird, folgt die Co2 Konzentration der Temperaturentwicklung auf der Erde und nicht umgekehrt, wie fälschlicherweise vielfach suggeriert wird. Dieser Prozess gehört zum normalen Kohlenstoffkreislauf. Durch Umweltereignisse wie zum Beispiel Vulkanausbrüche wie jüngst auf Bali, können schlagartig größere Mengen an gebundenen Kohlenstoff in die Atmosphäre gelangen. Diese Ereignisse scheinen aber keine gravierenden Auswirkungen auf den Kohlenstoffkreislauf zu haben. Eine Erklärung der Klimatologen ist, dass die Konzentration an CO2 bei Vulkanausbrüchen nicht groß genug ist, um das Klima dauerhaft zu stören.

Zwar wird diese Erkenntnis auch von kritischen Wissenschaftlern bestätigt, aber dennoch nicht zur Gänze, da nicht alle vulkanischen Aktivitäten bekannt und ihr Einfluss auf das Klima noch nicht zur Gänze verstanden sind!

Einen nicht unwesentlichen Beitrag zur natürlichen CO2 Emission scheint der Bereich der unterseeischen Vulkane zu haben. Die US amerikanische Meeresforscherin Maya Tolstoy und ihr Team fanden heraus, das unterseeische Vulkanaktivitäten stets in den ersten sechs Monaten eines Jahres auftreten. In einer Zeit also, wo mehr Meereswasser im natürlichen Eis gebunden ist als dies in den wärmeren Monaten des Jahres der Fall ist. Der dadurch verminderte Druck des Meereswassers auf den ozeanischen Boden scheint dabei die Vulkanaktivitäten zu fördern, so dass auch mehr CO2 freigesetzt wird. Auch die Milankovitch-Zyklen (wir kommen in späteren Artikeln noch darauf zurück) könnten zudem einen direkten Einfluss auf dieses Phänomen haben und dabei einen bis zu acht mal höheren Ausstoß an CO2 mit sich bringen, als alle Landvulkane zusammen. Es ist also nicht ausgeschlossen, das der irdische Vulkanismus durchaus einen relevanten Einfluss auf das Weltklima haben kann. Quelle: Geophysical Research Letters / Titel: Mid-ocea n ridge eruptions as a climate / valve / 4 March 2015 Full publication history

DOI: 10.1002/2014GL063015

Folgerichtig muss die Bandbreite der globalen Absorption des CO2 und die des atmosphärischen Fensters der Erde groß genug sein, um auch größere Schwankungen an CO2 Konzentrationen aufzufangen, beziehungsweise die in ihr gespeicherte Wärmestrahlung in den Weltraum wieder abzugeben. Gerade Letzteres zeigt deutlich, das ein Vergleich, Erdatmosphäre mit einem Treibhaus, bisweilen irreführend ist, da ein Großteil der Wärmestrahlung wieder in den Weltraum gelangt. Und es zeigt auch, das der Einfluss verschiedener Kräfte auf das Weltklima viel komplexer ist, als dies von vielen Klimatologen in der öffentlichen Debatte um den #Klimawandel kommuniziert wird.

Kommen wir nun zum Thema und den Größenordnungen um die es hier geht.

Ein von den Kritikern immer wieder gern herangezogene Argumentation lautet, dass die jährlichen industrielle und vom Straßenverkehr ausgestoßenen Mengen an CO2 viel zu gering seien, als das sie maßgeblich den CO2 Gehalt in der Atmosphäre beeinflussen können. Die Vertreter der anthropogenen „Verursacher Hypothese“ halten jedoch dagegen, dass die jährlichen Emissionen kumuliert, sehr wohl zu einem drastischen Anstieg führen und das man dies on Top betrachten müsse. Gerade der von der Natur fein ausbalancierte CO2 Kreislauf, würde durch das Menschliche dazutun aus dem Gleichgewicht gebracht. Ihre Annahme basiert auf den Ergebnissen eines IPCC Berichts, wonach ca. 50 % des vom Menschen verursachten CO2 Ausstoß, nicht mehr in den natürlichen Kohlenstoffkreislauf eingebunden werden könne. Das wären demnach jährlich rund 18 000 Megatonnen CO2, die für mehrere Jahrzehnte in der Atmosphäre verbleiben und somit für einen weiteren Anstieg der Temperaturen sorgen.

Fortsetzung: Der Tanz um das Goldene Kalb II