Fortsetzung von Teil I

Ein Beispiel sei hier angeführt. Möchte man bestimmen, bei welcher Geschwindigkeit ein Fahrzeug in einer Kurve verunglückt, braucht man folgende Angaben: Masse und Schwerpunkt des Fahrzeugs, Kurvenradius, Bereifung und Straßenbeschaffenheit. Sind alle diese Daten exakt bekannt, dann lässt sich auf nur wenige Hundertstel Km/h ermitteln, wo die kritische Grenze ist, bei der das Fahrzeug im Kurvenbereich die Fahrbahn unfreiwillig verlassen wird, wenn bei dem Fahrzeug auch nur minimal die Geschwindigkeit erhöht wird. Nur wenn alle Fakten eines Systems bekannt sind, lassen sich exakte Vorhersagen treffen. Die Einwände der Befürworter wären von daher nicht ganz von der Hand zu weisen.

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Dieses Beispiel ist jedoch nur bedingt anwendbar, und zwar nur linear, denn die Änderung nur eines der Parameter führt unweigerlich dazu, dass sich ein bestimmtes Szenario entwickelt. Diese Berechnungen lassen sich an Großrechnern exakt durchführen. Ändern sich dagegen ständig alle Parameter eines Systems, dann lassen sich nur sehr schwer oder gar nicht, Rückschlüsse auf bestimmte Ausgangswerte ziehen und erst recht nicht, ein Ereignis prognostizieren. Am Beispiel mit dem Fahrzeug wäre das so, dass sich alle Parameter wie z.B. die Beschaffenheit des Straßenbelags, die der Bereifung, der Kurvenradius, das Gewicht und der Schwerpunkt des Wagens ständig und kontinuierlich verändern und sich in ihrer Wechselwirkung gegenseitig beeinflussen, dann wäre eine exakte Berechnung bzw.

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eine Vorhersage eines Crashs im Kurvenbereich, nicht mehr durchführbar. Wenn man dann noch bedenkt, dass die Windrichtung und -stärke auch noch einen positiven oder negativen Einfluss auf den Ausgang der Kurvenfahrt nehmen kann, dann wird deutlich, dass man hier einen viel größeren Spielraum einräumen muss, in der sich das Fahrzeug noch sicher beherrschen lässt. Die Natur aber lässt logischerweise für solche Ereignisse genügend Spielräume um auch größere Abweichungen abfangen zu können (Puffer), ansonsten wäre ein Leben auf unserem Planeten unmöglich, da die Wechselwirkungen der Faktoren die auf unser Klima einwirken, vielfach zu groß und zu chaotisch sind und sie schlussendlich zum klimatischen Kollaps führen müssten.

Zahlen und Fakten:

Die Gesamtmasse der uns umgebenen Lufthülle hat ein Gewicht von 510 x 10 hoch 13t das wären 5 100 000 000 000 000 t. Quelle VDI

Die Hauptmasse der Lufthülle besteht zu 75,518 % aus Stickstoff / N2, zu 23,135 % aus Sauerstoff / O2 und zu 1,288 % aus Argon / Ar.

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Diese drei Gase haben demnach einen Masseanteil von 98,941% in der uns umgebenen Lufthülle

Der Anteil des #CO2 dazu beträgt “nur“ 3 x 10 hoch 12 t gleichbedeutend mit 3 000 000 000 000 t

Die natürliche Freisetzung des CO2 aus der Hydrosphäre, der Lithosphäre und Biosphäre, beläuft sich auf 750 GT (Gigatonnen) respektive 750 000 000 000 t.

Der von den Menschen verursachte CO2 Ausstoß weltweit, wird mit rund 36 000 MT (Megatonnen) angegeben (Stand 2013), das wäre ein jährlicher Anteil von

36 000 000 000 t.

(Grafisch lässt sich das alles nur sehr schwer darstellen, siehe dazu die Titelgrafik und Fig. 2.)

Somit verblieben nach Angaben des 50-Prozent-Prinzips, schätzungsweise 18 000 MT CO2 in der Erdatmosphäre. Das Verhältnis des anthropogenen Ausstoßes an die uns umgebene Lufthülle ist so verschwindend klein, dass sich dies grafisch nicht mehr darstellen lässt, selbst wenn man alle Daten von 1880 bis heute (1 074 401 MT) zusammenzieht nicht. Selbst der industrielle Beitrag zum Gesamthaushalt des in der Atmosphäre vorhandenen CO2 Anteils, ist statistisch betrachtet, verschwindend klein. Auch wenn man die anthropogene Freisetzung zur natürlichen ins Verhältnis setzt, machen die vom Menschen verursachten Dimensionen, die ja nach offizieller Lesart, allenfalls erst ab Mitte der 60er Jahre wirksam werden, im Verhältnis zu den natürlichen Emissionen, nur einen geringen Prozentsatz aus und wären auch erst ab Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts klimatisch wirksam.

Betrachtet man dazu noch die Gesamtmenge anderer Treibhausgase, einschließlich die Wirksamkeit von H2O auf den Temperaturhaushalt der Erde, wird deutlich, dass es einen derart geringen natürlichen Puffer bedürfte, um den relativ geringen anthropogen verursachten CO2 Umsatz in der Atmosphäre, klimatechnisch wirksam werden zu lassen. Zudem bedarf es auch noch einer genauen Messung der klimawirksamen CO2 Senken, die es derzeit nicht gibt, um exakte Aussagen über den CO2 Puffer tätigen zu können.

Klima, ein dynamischer Prozess

Wir haben es beim Klima vor allem mit dynamischen, teils chaotischen und nicht mit starren linearen Prozessen wie bei dem Fahrzeugvergleich zu tun. Zudem wirken auf das Klima nicht nur Klimagase ein, vielmehr noch, geologische und kosmische Prozesse, so wie die Aktivitäten der Sonne. Viele klimarelevante Abläufe die auf den natürlichen Kohlenstoffkreislauf wirken, sind nicht einmal annähernd verstanden, geschweige denn exakt zu berechnen und von daher auch nicht in den Computerberechnungen modellierbar. Diese Tatsachen aber werden vom #IPCC bei ihren Auswertungen der wissenschaftlichen Publikationen nicht wirklich berücksichtigt oder aber als nebensächlich abgetan. Das ist nicht nur nicht wissenschaftlich, sondern auch unseriös. Alleine schon die Größenordnungen die durch Wälder und im Boden gebundenen Kohlenstoffmengen, können nicht einmal annähernd exakt bestimmt werden. Schlimmer noch, eine erst kürzlich veröffentlichte Pressemitteilung des Potsdamer Institut für Klimaforschung (PIK), verwies darauf, dass eine großflächige Wiederaufforstung natürlicher Waldbestände, keinen nennenswerten Einfluss auf den CO2 Haushalt bewirken könne und dies auch nicht möglich wäre [Quelle: PIK Pressemitteilung].

Und ich dachte immer, Umweltschutz ginge anders.

Da es also nach heutigem Erkenntnisstand völlig ausgeschlossen ist, genauere Angabe darüber zu liefern, wie groß nun der tatsächliche Umsatz im CO2 Kreislauf ist, und diese relativ große Unsicherheit in den Auswertungen des IPCC keine große Relevanz zu haben scheint, sind die Einwände kritischer Wissenschaftler, allen voran von jenen von der TU Berlin, durchaus berechtigt. Unter anderem steht dort zum Thema anthropogener Klimaerwärmung geschrieben,

Zitat: “[...] verweisen andere Wissenschaftler mit guten Argumenten darauf, dass die komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Energie- und dem Wasserhaushalt der Atmosphäre/Erde und auch die Einflüsse anderer Klimaparameter bisher nur wenig verstanden und deshalb in den gegenwärtig benutzten Klimamodellen nur unvollkommen abgebildet sind. Die Belastbarkeit der aus den verfügbaren Modellen abgeleiteten Klimavorhersagen ist daher in Frage zu stellen. Wegen der vielen Einflussfaktoren mit oft unzureichend bekannten Wechselwirkungen wird sogar überhaupt bezweifelt, dass die künftige Klimaentwicklung prognostiziert werden kann.“ Zitat Ende.

Quelle: TU Berlin

Resümee

Der Tanz um das “Goldene Kalb“ CO2 der sogenannten Klimaschützer (nicht Umweltschützer) ähnelt daher mehr einer Pseudoreligion und ist Ausdruck einer gesellschaftlich und politischen Hilflosigkeit unserer ökologischen und kulturellen Probleme gegenüber und die uns in eine Sackgasse führen können. Möglicherweise haben ganz andere Faktoren einen wesentlich stärkeren Einfluss auf die derzeit stattfindende Klimaveränderung. Mit dieser Fragestellung werde ich mich in den nächsten Artikeln eingehender beschäftigen. Und kurz bevor dieser Artikel fertig wurde kam die Meldung von Geomar, “Neue Studie belegt Methan-Leckagen rund um Bohrlöcher in der Nordsee“. Wie man sieht, wird das Thema Klima noch lange im Fokus öffentlicher Debatten stehen. #Klimawandel