Auf der Suche nach den bisher grausigsten Modetrends, habe ich mich mal in diversen #Mode-Foren schlau gemacht, welche Mode-Trends denn für normale Menschen, die sich nicht als sogenannte Fashion-Victims betiteln, so gar nicht gehen.

Grundsätzlich sind Modesünden sehr subjektiv zu betrachten. Dem einen gefällt’s, dem anderen eben nicht. Das ist alles eine Sache des Geschmacks und jeder sollte selbst entscheiden, was er anziehen möchte. Allerdings gibt es eine einzige Grundregel, die es zu beachten gilt: Es sollte schon zum Typ, zur Figur und zum Alter passen. Was steht, ist erlaubt.

Mit der Zeit kommt es immer häufiger vor, dass die Modetrends sehr skurrile Ausmaße annehmen. Mode fragt nicht immer nach Bequemlichkeit oder Optik sondern ist meist sehr speziell und außergewöhnlich. So kommt es, dass sich immer wieder Trends herausbilden, die als solche denkbar ungeeignet scheinen.

Prinzipiell gibt es einige Modesünden, die die Masse spalten und die, die fast schon unzumutbar sind und daher von den meisten Menschen gleichermaßen abgewiesen werden. Diese möchte ich euch im Folgenden näher vorstellen:

Farben und Muster: Neongelb vs. Animalprints

Ein absolutes No-Go ist für etwa 60 % der Frauen, Neonfarben in allen Varianten. Besonders hypnotisches, Augenkrebs-quietschgelb und Neongrün hat es den Damen nicht gerade angetan. Wer also für den Sommer schon seinen neongelben Bikini ausgepackt hat, sollte ihn jetzt langsam und unauffällig wieder verschwinden lassen.

Weniger problematisch sind dagegen Animalprints, hierzu werden zwar auch einige missmutige Stimmen laut, aber diese halten sich mit etwa 20 %, noch etwas bedeckter. Die typischen H&M-Blumenmuster ziehen übrigens auch schon den Zorn einiger Mitmenschen, mit ebenfalls ca. 20 %, auf sich.

Oberteile: Bauchfrei vs. Schulterpolster

Im speziellen Fall der Oberbekleidung fiel das Ergebnis schon nicht mehr so eindeutig aus. Hierbei waren die empfundenen Modesünden aber auch sehr viel breiter gefächert. Motzen auf hohem Niveau könnte man dazu sagen. Grundsätzlich sind die Damen sich mit ca. 40 % aber ziemlich einig darüber, dass bauchfreie Oberteile nicht ganz so hübsch sind, wie der Träger es im Allgemeinen annehmen würde. Möglicherweise liegt es an dem Mysterium des Bauchnabels, der das Gegenüber verschreckt. Ziemlich wahrscheinlicher ist aber wohl eher die Tatsache, dass viel nicht immer viel hilft. Viel Haut zu zeigen, stößt also nicht immer auf Gegenliebe. Speziell in dem besonderen Falle, wenn man keine Hollywood-90-60-90-Maße hat.

Transformermäßige Schulterpolster sind mit 40 % auch nicht besonders gern gesehen. So streiten sich die Modesünden „bauchfrei“ und „Schulterpolster“ um die Goldene Klamotten-Himbeere, als gäb‘s kein Morgen mehr. Etwas abgeschlagen aber dennoch verhasst, ist auch der berühmt berüchtigte Bubikragen, der bei Nicht-Bubis anscheinend eine nicht ganz so gute Figur macht. Die restlichen Prozentpunkte verteilen sich übrigens auf kleinere Sonder-Sünden und werden daher im Weiteren nicht näher aufgeführt.

Hosen: Team Schlaghose vs. Team Röhre

Bei den Hosen liegt die enge Leggings ganz weit vorne, nur hassbedingt versteht sich. Geradezu verspottet wird die Leggings besonders im Hinblick auf sehr korpulente Frauen, meist in Kombination mit einem sehr engen Minirock oder einer engen Shorts. Da stellen sich bei 60 % der Damen die Nackenhaare auf. Dagegen sprechen sich übrigens auch figurbewusste füllige Frauen aus.

Bei der guten alten Jeans fällt die Wahl dann schon deutlich schwieriger. Zerrissen sind die Meinungen zwischen Team-Schlaghose (15 %) und Team-Röhre (15 %). Und es scheint kein Übereinkommen der beiden Gruppen geben zu können. Denn in den meisten Fällen hassen diejenigen, die Röhren tragen Schlaghosen, und die, die Schlaghosen tragen, hassen Röhren – Ein Teufelskreis! Wobei sich jedoch beide Gruppen ziemlich einig sind, dass Röhren schlanken Mädchen ziemlich gut stehen. Je weiblicher die Frau allerdings ist, desto unvorteilhafter wirkt die Röhre - Immerhin eine Gemeinsamkeit, das ist ausbaufähig.

Etwa 5 % der Damen sprechen sich gegen viel zu tief sitzende Jeans aus, bei der selbst die schmalste Figur zu einer elendigen Rollenkirmes wird. Das unvorteilhafteste Worst-Case-Szenario wäre nach allgemeinen Angaben, das Ganze kombiniert mit einer Skinny Jeans, die prinzipiell eigentlich nur an jungen, dünnen Mädchen gut aussieht.

Weitere 5 % sprechen sich gegen Chinohosen aus. Doch diese werden so sehr gemocht, wie angefeindet. Da sind sich die Damen der Schöpfung absolut uneinig. Je nachdem welche Dame diese Hose trägt, kann eine Chino leider teilweise eher nach „Presswurst“ aussehen. Der Schnitt wird dann zum Problem, wenn man nicht unbedingt gertenschlank ist, aber wer ist das schon?

Bei meiner Recherche in diversen Foren stellte sich heraus, dass Frauen definitiv nicht jedem Trend hinterherlaufen, der sich als solcher hervorhebt wie der Phönix aus der Asche. Meist ist es eher das jüngere Semester, welches scheinbar komplett unreflektiert jedem Modetrend hinterherstiefelt.

Sicherlich interessieren sich Frauen für Mode und was In oder Out ist, allerdings achten die meisten vielmehr darauf, dass die Kleidung zu ihrem Typ passt. Wichtig ist für alle Frauen gleichermaßen, dass man sich figurbewusst kleidet. Und das ist auch gut so! #Internet