Beim Führerschein oder dem Führerausweis handelt es sich um eine amtliche Urkunde, die das Führen bestimmter Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen erlaubt. Allgemein ist die behördliche Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen an einen bestimmten Fahrzeugtyp, die Fahrzeugklasse, geknüpft: Wer also die Berechtigung für eine bestimmte Klasse besitzt, hat auch das Recht, ein Fahrzeug dieser Klasse zu führen. Die Erteilung des Führerscheins ist an die Fahreignung sowie den Nachweis der Befähigung in Form einer Fahrprüfung geknüpft, die in Deutschland auf dem Straßenverkehrsgesetz (StVG) und der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) fußt. Die Geschichte des Führerscheins lässt sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurück verfolgen. Ursprünglich besteht das Konzept einer Fahrerlaubnis wie auch des Führerscheins gibt es seit 1888. Gelegentlich wird eine im Juli 1888 auf den Automobilpionier sowie Dampfmaschinenkonstrukteur Léon Serpollet registrierte Erlaubnis der Stadt Paris zum Fahren auf öffentlichen Straßen als erster "Führerschein" der Welt definiert. Eine behördliche Prüfung gab es zum ersten Mal in Wien 1901. Die etwa 110 unterschiedlichen Modelle des Führerscheins innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums wurden seit dem 19. Januar 2013 nach geltendem EU-Recht durch den einheitlichen europäischen Führerschein abgelöst. Seitdem darf nur noch diese Version bei der Neuausstellung ausgegeben werden. Alte Führerscheine besitzen Übergangsfristen. Allerdings müssen die Mitgliedstaaten des EWR sicherstellen, dass bis zum 19. Januar 2033 alle ausgestellten oder in Umlauf befindlichen Führerscheine alle Anforderungen an die aktuelle europäische Führerschein-Richtlinie erfüllen. Beim dem internationalen Führerschein handelt es sich um ein zeitlich limitiertes und auf der ganzen Welt gültiges Zusatzdokument, das zum nationalen Führerschein ausgestellt wird. Das Dokument enthält alle Daten des normalen Führerscheins und gilt nur in Kombination mit diesem.

Bild: Flickr unter CC BY-SA 2.0 von Butz.2013