Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschriebt Gesundheit wie folgt: "Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen." ("Health is a state of complete physical, mental and social wellbeing and not merely the absence of disease or infirmity.")

Einzeln betrachtet kann ein Mensch beispielsweise durchaus physisch komplett funktionsfähig sein, jedoch psychische Probleme aufweisen oder in sozialer Isolation leben. Der menschliche Körper reagiert auf Stress, auf Ängste wie auch auf Konflikte. Unsere sämtlichen Lebensumstände wirken entweder direkt oder indirekt auf unsere Gesundheit ein. Dazu zählen die Qualität von Luft, Boden und Wasser, unsere Ernährung sowie das Ausmaß von Bewegung, Schlaf und Ruhe. Allerdings sind auch Entspannung, Stress, Selbstbezug, soziale Kontakte, Liebe, Sexualität, Arbeit, Sicherheit, Anerkennung, Lebensziele und Hobbies wichtig für eine intakte Gesundheit. Wer sich hingegen nicht ausreichend bewegt, eine ungesunde Ernährung pflegt oder Drogen konsumiert, kann seiner Gesundheit Schaden zufügen. Eine Vielzahl von Aspekten wirken jedoch auf das Individuum ein, die er nur schlecht oder gar nicht beeinflussen kann. Zu diesen Faktoren gehören Arbeitslosigkeit, familiäre Konflikte oder Umwelteinflüsse. Laut diverser Studien besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Gesundheit eines Menschen und seiner Bildung sowie seinen finanziellen Mitteln. Der Erhalt oder die Wiedererlangung von Gesundheit ist auch an das Verständnis von Gesundheit gebunden. Dieses umfasst regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, die richtigen Wahl des Arztes und bezahlbarer medizinischer Versorgung. Insbesondere Menschen, die unter Armut leiden, sind im Hinblick auf Gesundheit deutlich benachteiligt. Die Benachteiligung resultiert dabei aus dem Mangel an Wissen, Zeit und der gesunden Lebensweise.