Die GEZ steht für Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und firmiert seit 2013 als "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice".

Die seit 1976 existierende Gemeinschafts­einrichtung der öffentlich-rechtlichen Rundfunk­anstalten in Deutschland hat über 1 000 Angestellte und befindet sich in Köln.

Basis für die Erhebung des Rundfunkbeitrags ist der 2011 von allen 16 Länderparlamenten verabschiedete Rundfunkbeitragsstaatsvertrag. Festgelegt sind Beitragshöhen, Zahlungspflichtige, Sonderregelungen. 2013 wurde die GEZ in "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice" unbenannt. Seitdem werden die Rundfunkgebühren pauschal berechnet. Seit 1. April 2015 hat jeder Haushalt einheitlich und unabhängig von der Zahl seiner Bewohner 17,50 Euro zu zahlen. Vorher waren 17,98 Euro monatlich fällig. Beiträge für Unternehmen und Einrichtungen des Gemeinwohls werden gesondert berechnet.

2014 sammelten ARD, ZDF und Deutschlandradio Rundfunkgebühren in Höhe von 8,3 Milliarden Euro. Mit 12,37 Euro bekommt das Erste Programm den größten Beitragsanteil. ZDF, Deutschlandradio sowie die Landesmedienanstalten müssen sich die restlichen 5,13 Euro teilen. Während 70 Cent eines jedes Rundfunkbeitrags für Übertragungen von Tennis, Olympia, Wintersport oder Bundesliga ausgegeben werden, bekommen die Serien Tatort und Polizeiruf 110 zusammen nur 14 Cent. Die Verwaltung schluckt 46 Cent, das Marketing 13 Cent.

Mehrfach sah sich die GEZ mit Vorwürfen konfrontiert, Gebühren unseriös einzutreiben und Kundendaten mangelhaft zu behandeln. Aktuell versichert der Beitragsservice, Datenschutz habe Priorität und man halte sich an die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen. Zudem gibt es Initiativen, die sich für die Abschaffung der Rundfunkgebühren engagieren. Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgericht Münster sei die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch die Erhebung von Rundfunkbeiträgen ist verfassungsgemäß und rechtmäßig.