Als arabisches Wort bedeutet der Begriff "Islam" übersetzt: "völlige Hingabe an einen einzigen Gott" oder auch "Unterwerfung unter den Willen Gottes". Teil dieser Definition ist es deshalb auch für seine Anhänger, persönliche Opfer auf sich zu nehmen, um die Gebote dieses einzigen Gottes einzuhalten. Die Gläubigen im Islam heißen Muslime, Mohammedaner oder Moslems.

Mohammed übermittelte als Überbringer oder auch als Prophet die Botschaft Gottes an die Menschen. Dem Gesandten wurde dem Glauben der Muslime zufolge die Kerninhalte des Islam zwischen 610 - 632 nach Christus durch den Erzengel Gabriel offenbart. Die ersten Worte für den Koran empfing er am Berg Hira schrieb diese nieder. Danach dauerte es weitere 22 Jahre, bis Mohammed den Koran kurz vor seinem Tod vollendete. Mohammed wählte die Bezeichnung "Islam" für diesen Glauben. Weltweit hat der Islam rund 1,3 Milliarden Anhänger und ist somit nach dem Christentum mit 2,1 Milliarden Anhängern die zweitgrößte Weltreligion. Beim Islam handelt es sich um eine so genannte monotheistische abrahamitische Religion und basiert auf dem Koran. Gläubige Muslime halten sich an fünf Grundpflichten. Diese gelten als fünf "Pfeiler" der Religion. Unter anderem ist das das Aussprechen des Glaubensbekenntnisses, weclhes wie folgt lautet: "Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer (dem einzigen) Gott, und Mohammed ist der Gesandte Gottes". Wird es vor gläubigen Muslimen bezeugt, gilt das Glaubensbekenntnis als Einstieg in den Islam. Darüber hinaus wird durch tägliches fünfmaliges Beten die Reinigung der Seele angestrebt. Das so genannte "As-salah" wird zu festen Zeiten abgehalten: in der Morgendämmerung, am Mittag, nachmittags, am Abend und nach Einbruch der Nacht. Desweiteren soll jeder Moslem einen Teil seiner Einnahmen an Arme und Hilfsbedürftige spenden.

Im Monat Ramadan, der als neunter Monats des islamischen Mondkalenders gilt, sollten Gläubige fasten. Dieser Prozess der Enthaltsamkeit bedeutet den absoluten Verzicht auf Essen wie auch Trinken, aber auch die Sexualität zwischen Ehepartnern. Dieser Phase beginnt täglich in der Morgendämmerung und endet mit dem Sonnenuntergang. Einige Menschen sind jedoch von der Fasten-Pflicht ausgenommen: Alte und kranke Menschen müssen nicht auf Nahrung verzichten, ebenso wenig Frauen, die ihre Regel haben, schwanger sind oder ein Kind stillen. Auch Kinder müssen nicht fasten. Der fünfte Pfeiler ist die Wallfahrt nach Mekka, die allen Muslimen vorgeschrieben ist, sofern sie sich die Reise leisten können und gesund sind.

Grundlage für das islamische Recht, die Scharia, ist der Koran. Relevante, vom Koran gelehrte Verhaltensweisen sind zum Beispiel Gerechtigkeit, Beharrlichkeit, Freigebigkeit, Geduld, Enthaltsamkeit, Gehorsam, Solidarität, Dankbarkeit sowie Aufrichtigkeit. Diese Vorschriften umfassen die Regeln für das Alltagsleben innerhalb der Gesellschaft. Sie organisieren das Zusammenleben der Menschen und liefern zudem Anhaltspunkte, was Recht und Unrecht ist. Auch existieren Regeln für das Essen und die Hygiene: Dem Koran zufolge darf kein Schweinefleisch oder Blut gegessen werden, da beides als unrein gilt.