Das Wort "Krieg“ bedeutet ursprünglich „Hartnäckigkeit“, „Anstrengung“, „Streit“. Allgemein handelt es sich bei Krieg um einen organisierten Konflikt, der unter Einsatz von Waffen und Gewalt ausgetragen wird. Zusätzlich sind daran meist mehrere planmäßig agierende Kollektive beteiligt, deren Ziel es ist, ihre Interessen durchzusetzen. Der Konflikt soll durch Kampf und dem Überlegensein gelöst werden. Die dazu stattfindenden Gewaltsituationen attackieren sowohl psychische als auch physische Unversehrtheit der Gegner an und führen oft zu Tod und Verletzungen. Daneben entstehen auch unbeabsichtigte Schäden, die als Kollateralschäden oder Begleitschäden bezeichnet werden. Krieg hat auch negative Auswirkungen auf die Infrastruktur und die Lebensgrundlagen der Kollektive. Kriegsformen sind vielfältig und nicht abhängig von Staaten oder Staatssystemen. Sie können auch innerhalb von Staaten stattfinden, etwa als BürgerkriegUnabhängigkeitskrieg oder als bewaffneter Konflikt. Das Resultat kann dabei sogar ein Weltkrieg oder ein Völkermord sein. In der geschichtlich belegten Menschheitsgeschichte fanden etwa 14.400 Kriege statt, denen ungefähr 3,5 Milliarden Menschen zum Opfer fielen. Während individuelles oder kollektives Rauben und die vorsätzliche Tötung von Menschen heutzutage in der Regel als Verbrechen eingestuft wird und in einem Rechtsstaat als strafbar gilt, wird Krieg als außergewöhnliches Kriminaldelikt erachtet. Damit hebt ein Krieg die zivilisatorische Gewaltlimitierung auf eine Exekutive, die der Rechtsstaat als Regel voraussetzt, teilweise oder komplett auf. Es stehen sich bewaffnete Armeen gegenüber, die Völker oder Volksgruppen als Kriegsparteien repräsentieren. Kriegsparteien beurteilen ihre eigene Teilnahme stets als notwendig sowie gerechtfertigt. Die organisierte Gewalt basiert auf einer Legitimation. Krieg als Aktion eines Staates benötigt deswegen ein Kriegsrecht im Staatsinneren sowie ein Kriegsvölkerrecht zur Regelung zwischenstaatlicher Relationen.