Der Begriff Lebensmittel umfasst dabei als Oberbegriff sowohl Trinkwasser als auch Nahrungsmittel. Während das deutsche Lebensmittelrecht allein das Wort "Lebensmittel" kennt, unterscheidet man im Rahmen der so genannten Vollwerternährung zwischen Lebens- und Nahrungsmitteln. Lebensmittel werden dabei nur solche Nahrungsmittel bezeichnet, die nicht konserviert und nicht über 43 °C erhitzt wurden. Die Begründung ist, dass durch das Erhitzen wichtige Nahrungsbestandteile, wie zum Beispiel Vitamine, zersetzt werden können. Das Lebensmittel "lebt" dann nach der Einschätzung der Vollwerternährung im Anschluss an diesen Prozess nicht mehr und wird aus diesem Grund mit dem Begriff "Nahrungsmittel" als geringerwertig eingestuft. Zentraler Nutzen von Lebensmitteln ist der Nährwert. Er gilt als Maß, um den physiologischen Brennwert eines Lebensmittels zu bestimmen. Meist fasst man unter dem Begriff allerdings nur den Brennwert, also die dem Körper verliehene Energie, zusammen. Lebensmittel lassen sich nach inhaltlichen Stoffen, Herkunft, Verarbeitungsprozessen, Anlass des Verzehrs und Kühlungsbedarf kategorisieren. Eine häufige Methode der Gliederung teilt die Lebensmittel nach dem Ursprung der unbehandelten Waren in tierische und pflanzliche sowie sonstige Produkte. Neben dem Nährwert spielt auch der Genusswert der Lebensmittel eine Rolle, wobei der Genuss nicht nur auf der sensorischen Wahrnehmungen, sondern zudem auf kulturelle Aspekten basiert. Gegen eine Vielzahl verschiedener Lebensmittel kann der Mensch mit Beginn seines Lebens oder in dessen Laufe Unverträglichkeiten entwickeln. Gluten, Fructose, Laktose, Eiweiß und eine Vielzahl weiterer Stoffe können von akuten allergischen Reaktionen bis hin zu subakuten Autoimmunerkrankungen viele Symptome provozieren. Durch Wechselwirkung, der sogenannten Kreuzreaktion, potenziert sich eventuell die Schädlichkeit.