Der Begriff Marketing bedeutet im Deutschen so viel wie "Absatzwirtschaft" und stellt einerseits einen Unternehmensbereich dar, der Produkte und Dienstleistungen vermarkten soll. Das heißt Marketing bietet Produkte oder Dienstleistungen zum Verkauf an und zwar so, dass Kunden dieses Angebot als wünschenswert erachten. Andererseits gilt der Begriff als ein Konzept der am Markt orientierten Unternehmensführung zur Befriedigung der Bedürfnisse wie auch Erwartungen diverser Interessengruppen, sogenannte Stakeholder. Das Marketingverständnis ist also als eine operative Technik zu verstehen, mit der Kaufentscheidung beeinflusst werden. Heutzutage stehen auf Märkten, auf denen intensiv Wettbewerb betrieben wird, die Bedürfnisse der Nachfrager im Fokus der Unternehmensführung. Darüber hinaus ist Marketing eine unternehmerische Aufgabe, zu deren Herausforderungen das Erkennen von Marktveränderungen und Bedürfnisverschiebungen gehört, um rechtzeitig Vorteile im Wettbewerb zu errichten. In der Betriebswirtschaftslehre gehört das Marketing zum unternehmerischen Prozess, der mit der Planung eines Konzeptes beginnt. Es folgt der Einkauf von Rohstoffen und Vorprodukten, führt zur Produktion und endet mit der Vermarktung und dem Vertrieb produzierter Leistungen. Der Begriff "Marketing" wurde zum ersten Mal zwischen 1905 und 1920 an US-amerikanischen Universitäten benutzt. In Deutschland hingegen organisierte der Politiker Ludwig Erhard 1935 im Namen der Nürnberger Handelshochschule das erste Marketing-Seminar Deutschlands, wobei die heutige Bezeichnung damals noch den Namen "Absatzwirtschaftlicher Kurs" erhielt. Die Einführung des heutigen Marketingverständnisses wurde von der Entwicklung der Absatzmärkte begleitet. Der Begriff ging weg von der Fokussierung auf den Verkäufermarkt, in dem der Verkäufer aufgrund des Mangels an Gütern und Dienstleistungen Preise und Konditionen bestimmen kann, hin zu einem Käufermarkt, in dem Kunden die Wahl haben, das Angebot überhaupt anzunehmen.