Zu ihrer Erzeugung wird akustisches Material, welches vor allem Töne und Geräusche umfasst, im Rahmen des für den Menschen hörbaren Bereichs geordnet. Aus dem Vorrat eines Systems von Tönen werden bestimmte Skalen gebildet, deren Tonelemente in verschiedener Lautstärke sowie Klangfarbe erscheinen und als Ergebnis Melodien bilden. Aus der chronologischen Abolge von Tönen wie auch Geräuschen unterschiedlicher Dauer entstehen Rhythmen. Aus dem Zusammenklang einer Reihe von Tönen jeweils anderer Höhe entwickelt sich eine Mehrstimmigkeit. Musik stellte seit ihren Anfängen lange einen Teil von Ritus, Kult und eventuell auch im alltäglichen Leben der frühen Hochkulturen dar. Innerhalb dieses Rahmens entwickelte sie sich erst später zu einer eigenständigen Form der Kunst. Musik wird vom sozialen Gesehen beeinflusst und findet im Rahmen der Gesellschaft statt. Sie steht zu ihr in ständiger Abhängigkeit. Als Folge dessen wird ihre Produktion, ihre Komposition und Aufführung von sozialen Aspekten beeinflusst. Im Gegensatz dazu wirkt sie auf Menschen im Laufe der Rezeption auf ihre Hörer ein. Musik steht somit in Abhängigkeit von den sozialen Rollen ihrer Urheber, Interpreten, Verbreiter und Konsumenten. Über ethische, ästhetische oder auch andere Bewertungen entwickelt sie zudem gewisse Normen im Hinblick auf die Reaktionen ihr gegenüber. Sie ist in der Lage, soziale Gruppen entstehen zu lassen und diese dann einem Wandel zu unterziehen. Die geschichtlichen wie auch gesellschaftlichen Wurzeln der Musik liegen im Alltag und variieren stark. Diese Unterscheidung gilt für Gesellschaften sämtlicher Ethnien und historischer Epochen, da Musik einerseits eine universelle Erscheinung ist, andererseits nach innen Gesellschaften in Gruppen einteilt. Musik hat noch dazu die Funktion,  ein humanes Grundbedürfnis nach Fürsorge und emotionaler Hinwendung zu befriedigen.

Bild: Matthew Trudeau Photography / flickr.com [CC BY 2.0]