PEGIDA steht für "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" und ist der Eigenname einer seit dem 20. Oktober 2014 in Deutschland demonstrierenden Bürgerbewegung, deren Tätigkeitsschwerpunkt in Dresden liegt. Am 19. Dezember 2014 wurde PEGIDA als eingetragener Verein gegründet. Vorsitzender ist Lutz Bachmann. Motto der Bürgerbewegung ist: "Gewaltfrei und vereint gegen Glaubens- und Stellvertreterkriege auf deutschem Boden". Im Zentrum der politischen Tätigkeit stehen Fragen aus dem Bereich der Einwanderungspolitik, Außenpolitik und die Kritik an der derzeitigen Ausgestaltung der Demokratie in Deutschland. Am 10. Dezember veröffentlichte PEGIDA ein bis heute mehrfach überarbeitetes Positionspapier mit 19 Thesen, in denen erstmals genauer formuliert wurde, wofür das Organisationsteam steht. Neben den genannten Themengebieten äußert sich PEGIDA gelegentlich auch zu anderen Politikfeldern, wie der Renten- und Sozialpolitik oder dem Freihandelsabkommen TTIP. Gemäß der polizeilichen Angaben nahmen bis zu 25.000 Menschen an den wöchentlichen Montagsdemonstrationen in Dresden teil. Die Veranstalter gehen sogar von bis zu 40.000 Teilnehmern aus. Die PEGIDA-Demonstrationen in den westlichen Bundesländern blieben mit jeweils nur wenigen Hundert Teilnehmern deutlich kleiner. Der kometenhafte Aufstieg von PEGIDA löste in der Politik fast ausschließlich ablehnende Reaktionen hervor. Zunächst wurde versucht, PEGIDA als rechtsextrem darzustellen, später zeigten sich einzelne Politiker gesprächsbereit, um die Wogen zu glätten. In ganz Deutschland fanden - zum Teil auch unter Beteiligung von Bundestagsabgeordneten und Bundesministern - Gegendemonstrationen statt, die ebenfalls Zehntausende Menschen mobilisieren konnten. Dabei kam es zum Teil zu Ausschreitungen.

Soziologische Untersuchungen der PEGIDA-Teilnehmer ergaben, dass diese vornehmlich aus Sachsen stammen, vornehmlich männlich sind und dem Mittelstand angehören. Vermutungen, es handele sich vor allem um Extremisten und um Personen mit geringem Bildungsabschluss konnten nicht bestätigt werden. 89 Prozent der PEGIDA-Demonstranten würden das nächste Mal AfD wählen, wohingegen Befragungen der Gegendemonstranten ergaben, dass diese fast vollständig aus dem rot-rot-grünen Lager stammten.