Schönheit gilt als Gegenteil von Hässlichkeit und ist ein abstrakter Begriff, der stark mit sämtlichen Aspekten menschlichen Daseins verknüpft ist. Mit der Begrifssbedeutung beschäftigt sich insbesondere die philosophische Disziplin der Ästhetik. Dieser positiv besetzte Begriff basiert auf Wertvorstellungen in Form von Bewertungsmaßstäben. Zusätzlich ist er auch von Bewertungszielen abhängig, die von gesellschaftlichen Konventionen geprägt werden. Im Alltag wird als „schön“ oft etwas definiert, was einen angenehmen Eindruck hinterlässt. Eng verbunden sind damit die Begriffe Harmonie und Symmetrie. Sowohl die Psychologie als auch Soziologie betrachten das Urteil „schön“ in Abhängigkeit von psychogenetisch oder sozial entstandenen Wertvorstellungen. Es ist eine grundlegenede Bewertung, die hinsichtlich der Empfindungen des Individuums angewendet wird. Somit umfasst sie die menschliche und nicht-menschliche Umwelt des Einzelnen. Die Bewertung wirkt sich im Sinne einer Rückkopplungen auf die Psyche aus, hat aber auch Folgen für sämtliche Bereiche der menschlichen Gesellschaft.  In den Wirkungsbereich fallen die Entwicklung wie auch Änderung von Konventionen. Die Bewunderung von Schönheit zählt seit der Antike zu den Hauptthemen der Philosophie. Bereits Platon beschäftigte sich damit, welche Auswirkungen Schönheit auf den Menschen ausübt.

Was in diesem alltäglichen Sinne als „schön“ bezeichnet wird, ist bis zu einem gewissen Grade von wechselnden „Schönheitsidealen“ abhängig. Jüngere Forschungen zeigen, dass das Schönheitsempfinden einen genetischen Aspekt besitzt. Die Erklärung aus der Evolutionsbiologie für das Schönheitsideal besagt, dass damit evolutionär vorteilhaften Charakteristika verbunden ist. Auch wird angenommen, dass bei der Schönheit von Gesichtern der goldene Schnitt ausschlaggebend ist, bei dem ein vertikaler Abstand zwischen Augen und Mund 36 % der Gesichtslänge und ein horizontaler Abstand zwischen den Augen von 46 % der Gesichtsbreite als Ideal gilt.

Bild: Flickr unter CC BY-SA 2.0 von T.Kiya