Der ehemalige SPD-Politiker Sebastian Edathy wurde am 5. September 1969 in Hannover unter dem Namen Sebastian Edathiparambil geboren. Edathy wurde in Hannover als Sohn des aus Indien stammenden evangelischen Pfarrers Mathew Edathiparambil und dessen deutscher Frau geboren. Nachdem er das Gymnasium Stolzenau mit dem Abitur abschloss, absolvierte er den Zivildienst. Anschließend studierte er Soziologie sowie deutsche Sprachwissenschaft an derUniversität Hannover, das er mit dem Titel Magister Artium beendete. Seit 1990 ist Edathy Mitglied der SPD, wobei er zwischen 1993 und 1995 den Vorsitz der Jusos im Landkreis Nienburg einnahm. Außerdem war er zwischen 1990 und 1993 Mitarbeiter der niedersächsischen Landtagsabgeordneten Bärbel Tewes und nahm von 1993 bis 1998 die Stelle als Referent des Bundestagsabgeordneten Ernst Kastning ein. In den Bundestag zog er als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Nienburg II - Schaumburg ein. Teil des Bundestags wurde er ab 2000 als Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion. Dortr zwischen den Jahren 1998 und 2014 Mitglied des Deutschen Bundestags, wo er von 2005 bis 2009 das Amt als Vorsitzender des Innenausschusses einnahm. Anschließend war er von 2009 bis 2013 Mitglied im Rechtsausschuss. Ab 2012 fungierte Edathy als Leiter des Untersuchungsausschusses zur Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund". Am 6. Februar 2014 legte er sein Mandat nieder. Dieses Ereignis passiere im Vorfeld der laufenden Ermittlungen gegen ihn, da er verdächtigt wurde, im Besitz kinderpornografischen Materials zu sein. Der Fall resultierte in der Edathy-Affäre, die in einem Ermittlungsverfahren endete. Die Affäre wurde im Laufe der Koalitionssondierungen nach der Bundestagswahl 2013 durch den damaligen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich(CSU) bekannt und löste ein Krise der Regierung aus. Friedrich als Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft gab als Resultat dieses Skandals am 14. Februar 2014 seinen Rücktritt bereit.

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