Sigmar Gabriel ist ein deutscher Politiker der SPD, geboren am 12. September 1959 in Goslar. Seit 2009 ist er SPD-Parteivorsitzender, seit 2013 in der Großen Koalition Vizekanzler und Wirtschaftsminister. Gabriel ist seit 2012 in zweiter Ehe verheiratet und hat eine Tochter aus erster Ehe, sowie eine weitere Tochter aus der zweiten. Sigmar Gabriel wuchs in zerrütteten Verhältnissen auf: Seine Eltern trennten sich als er drei Jahre alt war. Mit seinem Vater versöhnte sich Gabriel nie, weil dieser bis zu seinem Tod im Jahr 2012 rechte bis rechtsextreme Positionen vertrat. Seine auch im Privaten unversöhnliche Haltung seinem später schwer krebskranken Vater gegenüber wurde vereinzelt in der Öffentlichkeit thematisiert.                                                                                           

Gabriel absolvierte ein Lehramts-Studium in Göttingen. Als Schüler trat er den JUSOs, der SPD-Nachwuchsorganisation, bei und gehörte einige Zeit lang dem Bundesvorstand des damals SPD-nahen Jugendverbandes „SJD - Die Falken“ an. 1987 wurde Gabriel in seiner Heimatstadt Goslar kommunalpolitisch tätig. Von 1990 bis 2005 saß er im niedersächsischen Landtag, von 1999 bis 2003 war Gabriel Ministerpräsident. Seit 2005 sitzt er im Deutschen Bundestag. Gabriel vertrat früher eher Positionen, die dem linken Flügel der SPD zugerechnet wurden. So setzte er sich massiv für die Energiewende und auch für die Interessen der Palästinenser ein. Heute, in besonders verantwortungsvoller Position, zieht er jedoch des Öfteren die Kritik des linken Flügels der SPD auf sich, insbesondere durch seine Befürwortung des Freihandelsabkommens TTIP. Sein sehr zögerliches Genehmigungsverhalten in Hinblick auf beantragte Waffenexporte kommt dort hingegen gut an, wird aber von der CDU und der Wirtschaft kritisiert. Bei Umfragen zu möglichen SPD-Kanzlerkandidaten erzielt Gabriel regelmäßig deutlich schlechtere Beliebtheitswerte als Mitbewerber wie Frank-Walter Steinmeier.

Bild: "Sigmar Gabriel" - SPD Schleswig-Holstein [CC BY 2.0] / flickr.com