Stiftung Warentest testet im Auftrag der Bundesregierung seit 1964 anonym Waren und Dienstleistungen und veröffentlicht die Ergebnisse in Magazinen und online.

Bundeskanzler Konrad Adenauer initiierte im Jahr 1962 die Gründung eines neutralen Warentestinstitutes. Vom Deutschen Bundestag einstimmig beschlossen, wurde Stiftung Warentest am 4. Dezember 1964 in Berlin errichtet. Ziel war und ist, Verbraucher unabhängig und objektiv beim Konsum von Waren oder Dienstleistungen zu unterstützen. Bis heute wurden in über 5.400 Tests etwa 92.500 Produkte sowie 2.360 Dienstleistungen verdeckt geprüft. Die Tests erfolgen nach wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten bewertet. Die Ergebnisse werden im anzeigenfreien Magazin "test" veröffentlicht.

Regelmäßig müssen Gerichte Unstimmigkeiten schlichten. So befasste sich der Bundesgerichtshof nach einer Klage eines Herstellers von Skibindungen erstmals mit der Arbeit der Stiftung und befand in einem Grundsatzurteil, dass diese volkswirtschaftlich sinnvoll und nützlich sei. "Wer mit den Testergebnissen wirbt, muss angeben, wenn Konkurrenzprodukte besser abschnitten", entschied der Bundesgerichtshof 1982.

Seit 1991 erscheint zusätzlich die Zeitschrift Finanztest. Im gleichen Jahr veröffentlichte die Stiftung den Bestseller "Die Andere Medizin". Ab 1997 finden Verbraucher Testergebnisse auch im Internet. Fünf Jahre später musste die Stiftung erstmals eine Finanztest-Ausgabe zurückrufen. Anlass waren fehlerhaft bewertete Riester-Rentenversicherungen, die öffentlichkeitswirksam korrigiert wurden. Die bis dahin bestverkaufteste test-Ausgabe befasste sich im Oktober 2005 mit Olivenölen. Für Gesprächsstoff sorgten auch Mängel zur baulichen Sicherheit in Stadien, die Wirksamkeit der Uschi Glas-Gesichtscreme oder gesundheitsgefährdendes Spielzeug.

Finanziert wird Stiftung Warentest vorwiegend durch den Verkauf ihrer Zeitschriften, Bücher und Serviceangebote sowie durch Zuwendungen durch Bundesministerien und Zinserträge.