Allgemein handelt es sich dabei um eine Methode des Arbeitskampfes, bei der im Kollektiv die Arbeits niedergelegt wird. Das heißt, es kommt zu einer Verweigerung von vertraglich fixierten Arbeitsleistungen. Im Rahmen eines Streiks existieren diverse Ziele wie auch Adressaten. Politische Streiks zum Beispiel verfolgen die Intention, Parlament und Regierung unter Druck setzen. Das Ziel ist es, Entscheidungen zu beeinflussen oder auch die Interessen der Streikenden aufmerksam zu machen. In politisch zugespitzten Situationen können Generalstreiks erwachsen, die die Wirtschaft eines kompletten Landes lahmlegen. Der wilde Streik bezeichnet die von einer Gewerkschaft nicht autorisierte Arbeitsniederlegung von Belegschaften. Arbeitgeber können mit Aussperrung sowie Betriebsstilllegung reagieren. Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, die Produktion eines bestreikten Betriebs aufrechtzuerhalten. Statt dessen kann er den Betrieb für die Streikdauer völlig stilllegen mit der Folge, dass die beiderseitigen Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis suspendiert werden und arbeitswillige Arbeitnehmer ihren Anspruch auf Lohn verlieren. In Deutschland fielen zwischen 2000 und 2007 durchschnittlich fünf Arbeitstage jährlich pro Tausend Beschäftigte aus. In Frankreich beträgt der Wert 103 Arbeitstage und in Spanien 173. Mit dem Schlachtruf "Wir sind hungrig!" wird in einem Papyrus von Amun-Nechet vom ersten historisch bekannten Streik, dem Streik von Deir el-Medineh berichtet. Dabei legten Bauarbeiter der Königsgräber in Theben-West am 4. November, 1159 v. Chr. die Arbeit nieder, weil sie achtzehn Tagen ihren Lohn nicht erhielten. Durch andauernd provozierten Konflikt zwischen Kapital sowie Arbeit setzten sich Streiks im Sinne der Interessenvertretung im Laufe der Industriellen Revolution durch, obwohl man seitens des Staates stets versuchte, diese Aktivitäten als illegal zu deklarieren.

Bild: Markus Dörner [CC BY-NC-ND 2.0] / flickr.com