Bei der Ukraine handelt es sich um einen Staat in Osteuropa mit der Hauptstadt Kiew, der eine Fläche von 603.700 Quadratkilometern besitzt. Seit 2014 befinden sich sowohl die Krim als auch Teile der Ostukraine nicht unter Kontrolle der zentralen Regierung. Der Staat grenzt im Nordosten und Osten an Russland, im Norden an Weißrussland, im Westen an Polen, der Slowakei und Ungarn, im Südwesten an Moldawien und Rumänien sowie an das Schwarze Meer und das Asowsche Meer im Süden. Nach der Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 wurde die Ukraine unabhängig. Im Februar 2014 ist in Teilen der Ostukraine ein bewaffneter Konflikt ausgebrochen, der bis heute nicht gelöst werden konnte. Zum ersten Mal erwähnte man die Vokabel „Ukraine“ in der Kiewer Hypatiuschronik im Jahr 1187 und bezieht sich bei der Nennung auf das südrussische Fürstentum Perejaslaw. Vor dem Ersten Weltkrieg lebte eine deutschsprachige Minderheit von mehreren hunderttausend Menschen auf dem Gebiet der heutigen Ukraine. Dieses Areal umfasst dabei Galizien, Bukowina, Wolhynien sowie die Schwarzmeerküste. Derzeit sind es 30.000 bis 40.000 Mitglieder der Minderheit. Bis 1944 lebten mehrere Millionen Polen in den heute westlich gelegenen Gebieten Galizien, Bukowina und Wolhynien. 1944 kam es vor allem in Wolhynien zu Überfällen an den polnischen Bürgern, wobei dies mehr als 40.000 Opfer nach sich zog und die restliche polnische Bevölkerung nach der Annexion polnischer Gebiete vertrieben wurde. Bis zum Zweiten Weltkrieg siedelten in der Ukraine viele Juden, die größtenteils während der Besatzung durch das Deutsche Reich von Einsatzgruppen der SS getötet. Die Geschichte des Vielvölkerstaats machten auch die Sprachfrage kompliziert. Die Mehrheit beherrscht sowohl die ukrainische Sprache als auch die russische Sprache, wobei letztere mit der ukrainischen Unabhängigkeit 1991 den Status als offizielle Amtssprache verlor. Weit verbreitet ist auch die Mischform der ukrainischen Sprache mit dem Russischen: Surschyk.

Bild: Flickr unter CC BY-SA 2.0 von Jean & Nathalie