Das heißt, dass viele Personen einen Geldbetrag, den Versicherungsbeitrag, in eine Kapitalsammelstelle Versicherer einzahlen. Bei den Risiken unterscheidet man die biometrische Risiken, unter denen die Absicherung individueller Risiken wie Langlebigkeit, vorzeitiger Tod, Erwerbsunfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit fällt. Diese decken Lebensversicherungsprodukte ab. Kostenrisiken werden durch die Rechtsschutzversicherung und die Krankenversicherung gedeckt. Schadensrisiken hingegen wie Feuer, Unfall oder Diebstahl werden durch diverse Schadensversicherungsarten gedeckt. Und die Haftungsrisiken werden durch eine große Anzahl der Haftpflichtversicherung gedeckt. Das kollektive Einzahlen verfolgt den Zweck, um beim Versicherungsfalls aus dieser Kapitalsammelstelle einen Schadenausgleich zu erhalten. Da der Versicherungsfall nur bei einer geringen Anzahl der Versicherten eintreten wird, ist das Vermögen der Kapitalsammelstelle bei bezahlbarem Beitrag ausreichend. Voraussetzung für die Auszahlung ist, dass der Schadensumfang statistisch einschätzbar ist. Erste Zeugnisse von Haftpflichtversicherungen datiert man auf die Zeit zwischen 1792 bis 1750 vor Chr. unter dem damals in Babylon regierenden König Hammurabi. Dieser Befund ist durch eine Gesetzes-Stele belegt; auf der der König geltende Rechte festhielt. Im Mittelalter existierten in Deutschland in der Ära von "Karl den Großen" sogenannte Gilden, die bei Unglücken Unterstützung boten. Die erste registrierte Lebensversicherung schloss man 1583 in England ab. Um 1700 folgte dort die erste Sachversicherung auf kaufmännischer Basis nach dem Brand von London 1666. Die Versicherung von mobilen Gütern lag in Deutschland bis zum 19. Jh. fast komplett in der Verwaltung französischer und englischer Versicherungsgesellschaften. Mitte des 20. Jahrhunderts kamen andere Bereiche der Versicherung auf.