Bei einer Wahl im Sinne der Politikwissenschaft handelt es sich um ein Verfahren in Staaten, Gebietskörperschaften sowie Organisationen, in der man sich für eine repräsentativen Person oder mehrere Personen als entscheidungstragendes- oder herrschaftsausübendes Organ entschließt. Diese gewählten Amts- oder Mandatsinhaber erhalten ihre Legitimation dadurch, dass eine Personengruppe in einem vorher festgelegten Prozess ihren Willen äußert. Die Summe der Einzelentscheidungen innerhalb der Gruppe resultiert letztendlich in einer Gesamtentscheidung. Personen, die zur Wahl berechtigt sind sind Wahlberechtigte, die auf Grundlage eines festgelegten Verfahrens, dem sogenannten Wahlsystem, wählen. Man unterscheidet zwischen egalitären und funktionalen Repräsentativsystemen, wobei egalitär bedeutet, dass alle Wahlberechtigten gleich behandelt werden. Als funktional gilt eine Wahl, bei der sich Vertreter diverser Statusgruppen für ihre Vertreter in getrennten Wahlgängen entscheiden. Eine Wahlveranstaltung wählt nicht nur das Personal aus, sondern politisiert und mobilisiert die Wähler und legitimiert das politische System. Selbst Diktaturen organisieren Wahlen, um eine scheinbare Legitimität zu erzeugen. Politische Wahlen besitzen in einer repräsentativen Demokratie die Aufgabe, die Organe zu bestellen, das aus mehreren Personen bestehen kann, wie die Abgeordneten eines Parlaments oder aus deinem Individuum wie ein Präsident. Bei einer Wahl kommt es zunächst zu einer Vorauswahl wählbarer Personen, damit der Aufwand für die Wahl möglichst niedrig bleibt. Dabei handelt es sich um die Kandidatenaufstellung, bei der bereits die Zusammensetzung des wählbaren Gremiums beeinflusst werden kann. Die Willensbekundung wird als Stimme bezeichnet. Als Grundtypen von Wahlsystemen gilt die Verhältniswahl und die Mehrheitswahl. An politische Wahlen wird eine Reihe von Anforderungen gestellt. Diese stellten sich als notwendig heraus, um den angestrebten Interessenausgleich zu erzielen.

Bild: Flickr unter CC BY-SA 2.0 von die Linke