Wolfgang Schäuble wurde am 18. September 1942 in Freiburg im Breisgau als zweiter von insgesamt drei Söhnen geboren. Bereits sein Vater, der CDU-Politiker Karl Schäuble, nahm zwischen 1947 bis 1952 den Sitz als Abgeordneter im badischen Landtag sein. Nach seinem Schulabschluss am Gymnasium in Hausach, dem heutigen Robert-Gerwig-Gymnasium, im Jahre 1961 begann Schäuble das Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Freiburg sowie Hamburg. Dieses beendete er 1966 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete und hängte vier Jahre später das zweite juristische Staatsexamen dran. Der CDU-Politiker ist seit 1972 Mitglied des Bundestages und nimmt als solches aktuell die Position als Bundesminister der Finanzen innerhalb des Kabinetts Merkel III ein. Zwischen 1984 und 1989 besetzte er das Amt als Bundesminister für besondere Aufgaben sowie Chef des Bundeskanzleramtes. Von 1989 bis 1991 und von 2005 bis 2009 war er Bundesminister des Innern. Außerdem stelle er zwischen 1991 und 2000 war den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und zwischen 1998 und 2000 Bundesvorsitzender der CDU. Im Jahre 1990 wurde er attackiert und sitzt seitdem im Rollstuhl.

Mit mehr als 42 Jahren zählt der Politiker der dienstälteste Abgeordnete in der Historie der Bundesrepublik Deutschland. Seine politische Laufbahn fing 1961 durch den Eintritt in die Junge Union an und trat vier Jahre in die CDU ein. Zwischen 1969 bis 1972 wirkte er als Bezirksvorsitzender der Jungen Union Südbaden. Am 19. November 1972 wurde Schäuble als Folge der stattfindenden Bundestagswahl zum ersten Mal ein Mitglied des Deutschen Bundestages. Am 12. Oktober 1990 schoss ein psychisch kranker Mann den Politiker während einer Wahlkampfveranstaltung in Oppenau nieder. Dabei schoss der Täter zwei Mal von hinten auf den damaligen Bundesinnenminister. Eine Kugel traf Schäuble in den Kiefer, die andere zielte in das Rückenmark. Schäuble ist seitdem vom dritten Brustwirbel an abwärts gelähmt und sitzt im Rollstuhl.

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