Immer wieder sahen sich die Hells Angels in letzter Zeit Drohungen und Klagen bezüglich ihrer Klubhäuser ausgesetzt. Auch in Frankfurt äußern Medien und Politik bereits vor Eröffnung des neuen Sitzes Bedenken. Dabei scheint die Aufregung völlig unbegründet.

Hells Angels kehren nach Frankfurt zurück

Verschiedene Zeitungen haben davon berichtet, dass die #Hells Angels im März ein neues Klubhaus im Stadtteil Unterliederbach beziehen möchten und somit nach fünf Jahren wieder in die Main Metropole zurückkehren werden. Während die beiden Charter Westend und Frankfurt vor einigen Jahren verboten wurden, ist das neuste Charter South West Area bisher noch nicht negativ aufgefallen. Trotzdem schreiben einige Zeitungen von Bedenken seitens der Bürger. Diese scheinen jedoch völlig unbegründet zu sein, wie auch der Polizeisprecher Alexander Kießling gegenüber der Frankfurter Rundschau bestätigt hat. Zwar würde die Polizei die Entwicklungen im Auge behalten. Bisher gibt es jedoch weder Handhabe noch einen Grund etwas zu unternehmen.

Einwohner haben nichts gegen die Hells Angels

Zwar gibt es tatsächlich vereinzelt Bedenken und Vorurteile der Einwohner hinsichtlich der Hells Angels, allerdings scheint ein Großteil den neuen Nachbarn neutral oder sogar positiv gegenüberzustehen. Die meisten von der Frankfurter Neuen Presse befragten Bewohner halten dementsprechend auch sehr wenig von Panikmache. Dabei haben diese richtig erkannt, dass es sich in erster Linie um motorradbegeisterten Leute handelt, gegen die bisher keinerlei Erkenntnisse bezüglich etwaiger Straftaten vorliegen. Ein ehemaliges Mitglied des Ortsbeirates sagte der Zeitung sogar, dass Raubtiere niemals in ihrem eigenen Revier jagen würden. Dementsprechend bräuchten sich die Einwohner nach dessen Einschätzung ohnehin keine Sorgen machen.

Mit ihrer Meinung hinsichtlich der Hells Angels sind die interviewten Bürger aus Unterliederbach nicht allein. Vor einigen Wochen schlug die mögliche Ansiedlung des Motorradklubs in der rheinhessischen Stadt Alzey medial für hohe Wellen. Damals wurden sogar die Vermieter vor den „unliebsamen“ Mietern gewarnt. Die Befürchtungen von Polizei und Politikern entsprach jedoch in keiner Weise der Meinung vieler Bürger. Nach Bekanntgabe der Meldung bekundeten viele Menschen ihre Sympathie für das Vorhaben und sprachen davon, dass es positiv sei, wenn die Hells Angels in die Stadt kommen würden.

Klubhäuser der Hells Angels sorgen weltweit für Aufsehen

Doch nicht nur in Deutschland sorgen die Klubhäuser der Hells Angels regelmäßig für Aufsehen. In der kanadischen Stadt Hamilton befindet sich der Klubs seit einigen Wochen mit der Stadt in einem Rechtsstreit um das Klubhaus. Während die Behörden gegen dessen Mitglieder hetzen, stößt das Vorgehen bei den meisten Einwohnern auf Unverständnis, da sie den Motorradklub in der Nachbarschaft schätzen.

„Ich fühle mich sicherer seitdem die Jungs in unserem Viertel sind. Ich glaube die meisten Menschen fühlen sich lediglich durch den Namen eingeschüchtert. Meine persönliche Meinung ist, dass sie dem Stadtteil guttun und für Ordnung sorgen. Die haben hier richtig aufgeräumt und dafür gesorgt, dass hier keine Drogen mehr verkauft werden.“, so Antonietta Tirabassi, die mit ihrem 18 Monate alten Kind neben dem Klubhaus wohnt, in der Zeitung CBC.

Ähnlich äußerte sich auch der Däne Tom L. gegenüber TV2, nachdem es in der dänischen Stadt Nyborg zu Diskussionen um die Niederlassung der Hells Angels gekommen war. Dabei hob er hervor, dass die meisten Rocker friedfertige Menschen sind, die deutlich weniger Straftaten verüben würden, als von der breiten Masse der Bevölkerung angenommen wird. 

„Die Motorradklubs helfen in weiten Teilen von Dänemark die Ordnung zu bewahren. Daher sollten die Behörden sie nicht immer so negativ betrachten und ihnen einfach ein wenig mehr Freiheiten geben.“, forderte er in dem Interview. Angesichts dieser Tatsachen, sollten die Anwohner Unterliederbach der bevorstehenden Eröffnung somit gelassen entgegenblicken.