Der 45-jährige Walliser Gianni Infantino wurde am Wochenende zum neuen #Fifa-Präsidenten gewählt. An sich reicht dies schon, um verschiedenen Verschwörungstheoretikern neue Stories zu liefern. Schon wieder ein Schweizer, schon wieder ein Walliser. Genau wie der skandalumwitterte Ex-FIFA-Boss Sepp Blatter. Allerdings gibt es jetzt eine Geschichte, dazu kommen wir gleich, die auch den irrsten Verschwörungstheoretiker in den Bann ziehen wird. 

Irre Verschwörer

Es gibt sie tatsächlich. Menschen, die behaupten, unsere Welt werde von wenigen Auserwählten regiert, und jetzt kommts: Die Weltherrscher und Menschen in wichtigen Positionen sollen völlig anderes Blut haben als wir Normalos. Dies ist natürlich Unsinn.

Ein Brite lebt davon, ernsthaft solches in die Welt zu setzen: David Icke. Der 63-Jährige füllt seit Jahrzehnten riesige Säle und verbreitet seine Irren Theorien auf Youtube. Laut Wikipedia soll er die These vertreten dass ein grosser Teil der Zivilisation von einer "geheimen und pyramidenartigen Organisationsstruktur namens "The Brotherhood" kontrolliert werde. Dabei weisen seine Theorien immer wieder antisemitische Tendenzen auf. Besonders wirr wird es, wenn Icke darüber philosophiert, dass die so genannte Elite von Reptilien abstamme. Auch das britische Königshaus kommt schlecht weg: "Blaublüter" werden als Ausserirdische abgestempelt, die irgendwann herangezüchtet worden seien. Immer wieder behauptet Icke, dass "Auserwählte" anderes Blut hätten.

Offenbar hat der Mann eine äusserst lebhafte Phantasie. Aber was hat das Ganze nun mit dem neuen FIFA-Boss Giovanni Infantini zu tun?

Infantino: "Ich wäre fast gestorben"

Ein Tag nach seiner Wahl lüftete der Schweizer im "Sonntags Blick" ein Geheimnis: Am fünften Tag seines Lebens hatte er es unfreiwillig bereits zu einer Story im "Blick" geschafft: Am 28.März 1970 nämlich kam aus, dass das kleine Baby Gianni ein gesundheitliches Problem hatte." Er führt im "Sonntags Blick" aus: "Mit meinem Blut war etwas nicht in Ordnung. Man musste bei der Geburt eine Bluttransfusion machen, Damals war das ein riesiges Problem. Man musste mir aus England und dem damaligen Jugoslawien Blut beschaffen. Es wurde nach Zürich geflogen und von dort bis nach Brig transportiert."

Der Titel der Blick-Story 1970 lautete: "Schnelle Piloten retteten Neugeborenem das Leben." Im Interview erklärt Infantino, dass er Gelbsucht gehabt habe und man bei ihm eine seltene Blutgruppe festgestellt habe, worauf das Rote Kreuz informiert worden sei. Die zwei Spender seien die einzigen Personen mit der gesuchten Blutgruppe gewesen, die man in Europa habe auftreiben können.

Werden irre Verschwörungstheoretiker auftreten und Infantinos Geschichte zu ihrem Vorteil verzerren? Die Engländer behaupten laut "Blick" jedenfalls schon: "Infantino ist auch einer von uns, schliesslich wurde er damals von einem Briten gerettet." Dabei handelt es sich einfach um eine rührende Geschichte mit Happy End.

Torte und Frau Storch

Uli ist wieder frei #Sport