Für Jodi Arias (9. Juli 1980) hätte es auch einen anderen Lebensweg geben können. Doch eine Reihe falscher Entscheidungen führten schliesslich zur Katastrophe. Eines ist sicher: Jodi Arias brachte am 4. Juni 2008 ihren Ex-Freund Travis Alexander (30) in Mesa (Arizona) um. 

Leute die den Fall auf dem US-Fernsehsender HLN mitverfolgten, wissen um die Brisanz. Die Juristin und Gerichtsreporterin Nancy Grace formte aus dem Sender sogleich eine Art „Hofberichterstattungs-Tool“. Als die Verhör-Videos von Jodi Arias öffentlich wurden, stürzte sich die Reporterin darauf. Jodi Arias sei eine Psychopatin. Wer macht schon einen Handstand während er auf das Verhör wartet? Wer führt ein Selbstgespräch und sagt Sätze wie: „Ich hätte mir noch Make Up aufsetzen sollen"? Genau, Jodi Arias. Beweise findet der interessierte Leser auf You Tube.

Die Lügen

Laut Angaben von Zeugen sah sich die inzwischen verurteilte Mörderin dazu genötigt, an der Beerdigung des Mordopfers teilzunehmen. Kurz darauf, am 15. Juli 2008, wurde sie festgenommen. Später im ersten Verhör, ebenfalls auf You Tube ersichtlich, log sie massiv. Zunächst sollen es vermummte Einbrecher gewesen sein, die ihren Exfreund umbrachten. 

Während der Gerichtsverhandlung dann die Überraschung. Jodi plädierte auf schuldig und behauptete, es sei Notwehr gewesen. Jodi Arias verstrickte sich im Zeugenstand immer wieder in Widersprüche und der legendäre Staatsanwalt Juan Martinez liess nicht locker.

Sex-Skandal

Travis und Jodi. Eine ungesunde Beziehung. Weil Travis ein gläubiger Mormone war, sollte er bis zur Ehe auf Sex verzichten. Er missachtete dieses Gebot, sah die Beziehung zu Jodi offenbar als Affäre. Die Kollegen von Travis Alexander wussten laut HLN: „Travis stellte sich eine Jungfrau als Ehefrau vor.“

Als Jodi merkte, dass Travis andere Frauen traf, bekam die Beziehung einen Knacks. Jodi tickte aus und soll die Reifen von Travis' Auto aufgeschlitzt haben. Dennoch trafen sich die beiden immer wieder. So auch am Tag des Mordes. Sie fotografierten sich beim Sex. Bei Wikipedia steht: „Die Polizei fand im Bad die DNA von Alexander und Arias. In der Waschmaschine befand sich eine kürzlich von Alexander gekaufte Digitalkamera; auf dem gelöschten Speicherchip fanden die Ermittler Fotos, die die beiden in sexuellen Posen zeigten, aufgenommen am frühen Nachmittag des Mordtags. Das letzte Foto, auf dem Alexander lebendig zu sehen war, stammte von 17:29 Uhr. Minuten später aufgenommene Fotos zeigten ihn stark blutend im Bad.“

Jodi sollte durch die Giftspritze hingerichtet werden.

Dazu kam es allerdings nicht. Weil sich die Jury nicht einigen konnte. Arias wurde am am 23. Mai 2013 vom Gericht (Maricopa County Superior Court), respektive von der Jury, des Mordes an Travis Alexander für schuldig befunden. 

Am 13. April 2015 wurde Arias von einer neuen Jury zu lebenslanger Haftstrafe ohne Aussicht auf frühzeitige Entlassung verurteilt. Die Angehörigen des Mordopfers wünschten sich die Giftspritze für Jodi.

 

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