Mehrere Bandidos haben vor einem Rocker-Treffpunkt Mitglieder der Red Devils und #Hells Angels angegriffen und wurden dabei von einer Überwachungskamera gefilmt. Lediglich ein aus dem Café abgegebener Warnschuss konnte die Angreifer vertreiben. Die Stadt entzog dem Betreiber des Cafés im Anschluss aus Angst vor weiteren Übergriffen die Konzession.

Bandidos greifen Hells Angels und Red Devils an

Am 07. Mai 2015 kam es in der niederländischen Stadt Sittard zu einem blutigen Zwischenfall zwischen Mitglieder der Bandidos und Mitgliedern der Hells Angels und Red Devils. Der Vorfall ereignete sich gegen 20:15 in dem stadtbekannten Rocker-Café Dug-Out. Die niederländische Zeitung De Telegraaf hat vor einigen Tagen nun die Aufnahmen der Überwachungskamera veröffentlicht. Auf dem Video ist zusehen, wie mehrere Mitglieder der Bandidos ihre Kontrahenten angreifen und auf diese einschlagen und eintreten. Erst ein aus dem Café abgefeuerter Schuss kann die Angreifer vertreiben. Dieser wurde durch ein Fenster abgefeuert, wobei die Glassplitter bis auf die Motorhaube des auf der anderen Straßenseite parkenden Autos katapultiert wurden. Neben mehreren Mitgliedern der Red Devils wurde bei dem Übergriff auch ein angehendes Mitglied der Hells Angels verletzt.

Polizei verhaftet 20 Rocker

Zum Tatzeitpunkt wusste keiner der involvierten Rocker, dass verschiedene Mitglieder der Bandidos bereits intensiv von der Polizei beschattet wurden, wie der niederländische Telgraaf berichtet. Aufgrund der in diesem Zusammenhang entstandenen Aufnahmen der Überwachungskamera kam es am 27. Mai 2015 zu einem großangelegten Einsatz des Sondereinsatzkommandos, bei dem insgesamt 35 Häuser, Geschäftsräume und Garagen in Holland, Belgien und Deutschland durchsucht und 20 Mitglieder des Motorradklubs verhaftet wurden. Unter ihnen auch Bandidos Präsident Harry R. und sein Vizepräsident Mark H. Im Rahmen der Dursuchungen fand die Polizei laut niederländischer Medien neben Waffen auch große Mengen an Bargeld und Drogen.

Sittards Bürgermeister Sjraar Cox zeigte sich im Anschluss an die Auseinandersetzung zwischen den Bandidos und Hells Angels schockiert und ließ das Rocker-Café Dug-Out kurzerhand für drei Monate schließen, ehe dem Betreiber im Juli dann endgültig alle Konzessionen entzogen wurden. Eine anschließende Petition der Bürger für eine Neueröffnung des Cafés wurde von der Stadt aufgrund von Sicherheitsbedenken abgelehnt.

Weitere Artikel

Hells Angels verklagen die Stadt und gewinnen.

Werden Gesetze gegen Rocker gelockert?