Nach dem jüngsten Brand im alten Klubhaus der Hells Angels, steht dieses nun offiziell zum Verkauf. Der Motorradklub wurde vor knapp zwei Monaten aufgrund von Steuerschulden des Vermieters aus dem Anwesen vertrieben. Im Anschluss an die Zwangsräumung kam es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen der Stadt und den #Hells Angels, da diese den Rockern den Zutritt zu dem ehemaligen Klubhaus verweigerte. Nachdem die Stadt in erster Instanz Recht bekam, hat das Berufungsgericht in zweiter Instanz letztendlich doch im Sinne des Motorradklubs entschieden und den Mitgliedern erlaubt, ihre persönlichen Gegenstände aus dem Haus mitzunehmen.

Klubhaus der Hells Angels wird verkauft

Insider hatten darüber spekuliert, dass der jüngste Brand in dem Anwesen geplant war. Schließlich deckt sich die Schadensumme mit 75.000 Dollar in etwa mit den zu begleichenden Steuerschulden. Zudem wurde darüber spekuliert, ob der Brand die Hells Angels endgültig aus dem Anwesen vertreiben sollte. Seit einigen Tagen steht das Haus in der kanadischen Stadt Hamilton nun für 499.000 Dollar zum Verkauf. Auch wenn die Rocker in der Nachbarschaft sehr beliebt waren und sich viele Anwohner eine Rückkehr der Hells Angels wünschen, scheint die Stadt ihr verfolgtes Ziel erreicht zu haben.

Anwältin Jamie Stephenson sagte gegenüber der kanadischen Zeitung CBC, dass die Mitglieder des Motorradklubs nach dem Sieg vor Gericht inzwischen all ihre persönlichen Gegenstände aus dem Haus entfernt hätten und aufgrund der Geschehnisse der letzten Wochen keinerlei Interesse haben, in das Klubhaus zurückzukehren. Zudem stellte sie nochmal deutlich heraus, dass die Mitglieder der Hells Angels in keinem Zusammenhang zu dem Feuer stehen.

Hells Angels kämpfen auch in Deutschland für Klubhäuser

Die Streitereien der Hells Angels in Hamilton sind jedoch bei weitem kein Einzelfall. Auch in Deutschland müssen sich die Hells Angels immer wieder mit den Behörden und Medien auseinandersetzen. Vor einigen Wochen wurde im Rahmen der Neueröffnung eines Klubhauses des Motorradklubs in Frankfurt von Bedenken der Bürger gesprochen und auch in Alzey schlug die Neuansiedlung der Rocker hohe Wellen. Hier warnte die Stadt sogar offiziell Vermieter vor den „unliebsamen“ Nachbarn. Ähnlich wie in der kanadischen Stadt Hamilton war die Resonanz der Bürger auf die Hells Angels jedoch weitestgehend positiv. Dementsprechend erscheinen die Warnungen vor Klubhäusern der Motorradklubs wie Panikmache und erwecken den Anschein, als wen den Rockern dadurch gezielt geschadet werden solle.