Am Samstag wurde ein Mordanschlag auf den Vizepräsident der Hells Angels Nomads Phillip B. verübt. Der 41-jährige ehemalige Olympia-Teilnehmer wurde von mehreren Schüssen getroffen und wird momentan in einem Krankenhaus behandelt.

Vizepräsident der Hells Angels schwer verletzt

Die Polizei in Quebec ermittelt derzeit in der Schießerei auf den Vizepräsidenten der #Hells Angels Ontario Nomads Phillip B. Der 41-jährige war am Samstag gemeinsam mit seiner Freundin auf seinem Motorrad auf dem Weg zu einer Motorradshow, als Unbekannte gegen 10:30 Uhr das Feuer auf ihn eröffneten. Zeugen berichten, dass die Täter insgesamt zwischen fünfzehn Kugeln aus einem blaugrauen SUV auf dem auf seinem Motorrad sitzenden Mann geschossen hätten. Laut der Toronto Sun soll Phillip B. sich schützend über seine hinter ihm sitzende Freundin gebeugt haben und dabei von mehreren Kugeln getroffen worden sein. Durch den Schutz ihres Freundes blieb diese unverletzt. Der Sudbury Star berichtet, dass der Vizepräsident der Hells Angels bei dem Angriff zwar schwer verletzt worden sei, sich jedoch nicht in Lebensgefahr befinden würde. Die Polizei hat inzwischen eine großangelegte Fahndung nach den zwei möglichen Tätern begonnen.

„Die Tat hat sich am Samstagmorgen gegen 10:30 Uhr ereignet. Wir wurden aufgrund mehrerer Schüsse in Béthany alarmiert. Als wir angekommen sind, fanden wir einen verwundeten Motorradfahrer im Graben. Kurze Zeit später haben wir verstanden, dass der Verwundete angeschossen wurde.“ so der Polizeibeamte Daniel Thibodeau im Sudbury Star.

Von Olympia zu den Hells Angels

Phillip B. ist vielen Kanadiern aufgrund seiner Teilnahme als Boxer bei den olympischen Spielen 1996 in Atlanta ein Begriff. Damals vertrat das Mitglied der Hells Angels sein Land im Light Welterweight. Auch wenn er sich dem Russen Eduard Zakharov geschlagen geben musste und letztendlich nur den vierten Platz in seiner Gewichtsklasse belegte und somit die Bronzemedaille um Haaresbreite verpasste, wurde er aufgrund seiner an den Tag gelegten Einstellung zu einem lokalen und nationalen Helden.

Im Anschluss an seine Teilnahme an den olympischen Spielen sorgte Phillip B. jedoch in erster Linie durch seine Zugehörigkeit bei den Hells Angels für Schlagzeilen. Nachdem er im Jahr 2005 zu zwei Jahren Haft verurteilt wurde probierte er nochmals eine Profikarriere zu starten. Allerdings musste er im Jahr 2010 aufgrund von Verstößen gegen seine Bewährungsauflagen eine erneute Haftstrafe antreten. Öffentlich wurde er zuletzt im November auf der Beerdigung der kanadischen Hells Angels Legende Lionel Deschamps gesehen.