Am 7. April kam es zwischen Mitgliedern der #Hells Angels und der Mongols zu einer Massenschlägerei in einem Hotel. Bei der Auseinandersetzung in dem Hotel Van der Valk in Rotterdam fielen mehr als 20 Schüsse. Bereits kurz nach der Tat hatte die Polizei 23 Rocker festgenommen, von bis auf zwei alle nach kurzer Zeit wieder freigelassen wurde. Gestern hat die niederländische Polizei in diesem Zusammenhang nun einen weiteren 46-jährigen Mann festgenommen.

Schießerei zwischen Mongols und Hells Angels

Laut Polizeiangaben kam es am 07. April in der Hotelbar des Hotels Van der Valk zu einem Streit zwischen Mitgliedern der Hells Angels, bei der es auch zu einem Schusswechsel kam. Aufgrund der Tatsache, dass sich der Streit nur unweit der Hotellobby ereignete bezeichnete es die Polizei im Anschluss als ein Wunder, dass keiner der anwesenden Mitarbeiter oder Hotelgäste verletzt wurde. Ein Rocker wurde bei dem Streit durch eine Kugel im Bein getroffen. Um möglichst viele beteiligte zu finden, durchsuchte die Polizei, wie im Video zu sehen, direkt nach dem Eintreffen jedes einzelne Hotelzimmer. Einen Tag nach dem Streit führte die Polizei zudem mehrere Razzien an 19 verschiedenen Orten durch. Von den 23 vorläufig festgenommenen Männern, wurden bis auf einen 37-jährigen und einen 43-jährigen alle nach kurzer Zeit wieder freigelassen. Gestern wurde in Riderkerk in der Nähe von Rotterdam nun ein weiterer Mann festgenommen, der in Verdacht steht, eine tragende Rolle in dem Streit im Hotel Van der Valk gehabt zu haben. Der Tathergang erinnert ein wenig an die Schießerei auf der Hamburger Reeperbahn im letzten Dezember.

Streit zwischen Hells Angels und Mongols kein Zufall

Der 51-jährige Rocker Henk Kuipers vom niederländischen Motorradklubs No Surrender äußerte sich in einem Interview mit der niederländischen Zeitung Crimsite.nl zu den Vorfällen. Dabei ist er der Überzeugung, dass die Schießerei eine Folge eines gescheiterten Gespräches zwischen den Mitgliedern der Hells Angels und der Mongols gewesen ist.

„Wenn bereits die Zeitungen über solche Themen berichten, kann davon ausgegangen werden, dass es tatsächlich einen ernstzunehmenden Konflikt gibt. Solche Auseinandersetzungen passieren nicht, weil sich Mitglieder verschiedener Motorradklubs zufällig über den Weg laufen. Wahrscheinlich gab es die Absicht bei diesem Treffen miteinander zu sprechen. Über die genauen Hintergründe dieser Auseinandersetzung zwischen den Hells Angels und Mongols habe ich jedoch keine Informationen.“, wird Kuipers von der Webseite zitiert.

Hells Angels und Mongols in Holland vor dem Aus?

Rotterdams Polizeichef Frank Paauw forderte nur wenige nach der Tat in einem Interview mit dem Telegraaf ein Totalverbot von Motorradklubs wie den Hells Angels, Mongols oder Bandidos. In den Niederlanden gibt es bereits seit Jahren eine anhaltende Diskussion um ein härteres Durchgreifen gegen Rocker. Vor einigen Monaten forderte Barry Velders von der niederländischen Justizbehörde sogar, denn Kontakt zu Rockern und Mitgliedern von Motorradklubs zu einer Straftat zu machen. Glücklicherweise wurden diese Pläne bisher noch nicht in die Tat umgesetzt. Fest steht allerdings, dass sich Rocker in den Niederlanden nach der jüngsten Auseinandersetzung zwischen den Hells Angels und Mongols vorerst auf noch mehr Aktionismus und verschärftes Vorgehen durch die Behörden gefasst machen sollten.