Zum Teil vermummte Demonstranten lieferten sich am Rande mehrerer Großdemonstrationen gegen die Arbeitsmarktreform mit den Sicherheitskräften in der französischen Hauptstadt regelrechte Straßenschlachten. Randale gab es in den vergangenen Wochen in fast allen größeren Städten Frankreichs - nicht nur in Paris. 

Presse berichtet nüchtern

Doch zwischen der zum Teil doch sehr nüchternen Berichterstattung der Tagespresse und den tatsächlichen Ereignissen auf den Straßen von Paris, klaffen teilweise Welten. Um sich ein Bild über die Zustände großer Demonstrationen mit Gewaltpotenzial zu machen, muss man entweder direkt vor Ort sein oder braucht Quellen, die solche Ereignisse in Bild, Ton oder Schrift ungeschönt festhalten. In dem eingefügten #YouTube-Video ist sehr gut zu erkennen, wie brutal gewaltbereite Demonstranten einzeln oder in kleinen Gruppen gegen Sachen oder Sicherheitskräfte vorgehen. Dabei nehmen einzelne Schlägertrupps sogar den Tod von Polizeibeamten in Kauf.

Schwere Attacke auf einen Polizeibeamten

Wie auf dem Video sehr gut zu erkennen ist wird ein Polizeiwagen von mehreren Demonstranten mit Eisenstangen und Brandsätzen traktiert, woraufhin das Fahrzeug im Innern feuer fängt. Doch der Polizeibeamte Kevin Philippy reagiert besonnen und gelassen, auch nachdem er von einem vermummten Schläger mit einer Eisenstange angegriffen wird. Diese Szenen gingen um die Welt und brachten dem jungen Polizisten den schönen Beinamen "Kung-Fu Cop" ein. So manch anderer hätte in dieser Situation zur Waffe gegriffen.

HINWEIS: Das nachfolgende Video enthält teilweise verstörende Bilder!

Quelle Video: uncut-news.ch via YouTube

Egal wie schwer die Reformen auch ausfallen mögen, so rechtfertigen sie die Gewaltexzesse in keinster Weise. Gegen Ungerechtigkeit helfen nur friedliche Demonstrationen und Arbeitsniederlegungen und darin sind die Franzosen ja geübt. Gewaltausbrüche sind meist ein Zeichen dafür, dass etwas anderes im Staate quer läuft. Es sollte ein Alarmzeichen für jede Regierung sein, sich grundlegend um die Probleme von Randgruppen zu kümmern. #Kriminalität