Die Hells Angels kämpfen momentan mit einer skurrilen Klage für ihre Rechte. Um die Gerichtskosten zu bezahlen und weiter gerichtlich gegen einen Online-Marktplatz vorgehen zu können, haben die Klubmitglieder innerhalb von nur wenigen Tagen knapp 30.000 Euro an Spenden eingesammelt und damit einmal mehr gezeigt, wie groß die Hilfsbereitschaft und Solidarität bei den Rockern geschrieben werden.

Hells Angels verklagen Redbubble

Das Brisbane Chapter der #Hells Angels hat den australischen Online-Marktplatz Redbubble aufgrund einer Markenrechtsverletzung verklagt. Dort wurden insgesamt drei T-Shirts, sowie ein Poster mit dem Logo des Motorradklubs angeboten. Auf einem T-Shirt war der Totenkopf zu sehen, während auf den anderen T-Shirts die Schriftzüge Hells Angels Maths Club (siehe Foto) und Hells Angels Movie zu lesen waren. Die Shirts wurden auf der Plattform für 31 Dollar verkauft.

Redbubble ist im Allgemeinen für die sehr kontroversen Motive auf den Bekleidungsstücken bekannt. Insbesondere die Strampelanzüge auf denen Bilder von Massenmördern abgedruckt waren, sowie der Hipster Hitler, sorgten für viele Diskussionen. Schaden tut es dem Unternehmen in jedem Fall nicht. Insgesamt 15.000 verschiedene Designvorschläge werden inzwischen täglich auf der Plattform hochgeladen und im letzten Jahr konnte mit 24 Millionen Euro Jahresgewinn ein neuer Rekord aufgestellt werden. Die Hells Angels lassen sich davon jedoch nicht entmutigen und wollen ihre Rechte jetzt vor Gericht durchsetzen.

Hells Angels mit guten Chancen

Die Durchsetzung der Ansprüche gestaltet sich jedoch schwieriger als ursprünglich gedacht. Anfangs sollte der neuste Gerichtstermin bereits am 22. April stattfinden. Allerdings hat Rechtsanwalt Nelms, der Redbubble vertritt, die Hinterlegung von Sicherheiten zur Deckung der Gerichtskosten in Höhe von 30.000 Euro gefordert, da er den Motorradklub nicht für ausreichend solvent gehalten hat. Damit lag Mr. Nelms jedoch falsch. Innerhalb von wenigen Tagen haben verschiedene Mitglieder der Hells Angels mehr als 30.000 Euro gespendet, um Redbubble nun endlich den Prozess zu machen. Die Chancen für die Hells Angels diesen Fall zu gewinnen stehen gut. Schließlich ist der Klub im Besitz der besagten T-Shirts und kann dessen Existenz somit zweifelsfrei vor Gericht belegen. In jedem Fall setzt der Motorradklub mit dieser Aktion auch ein Zeichen für den kleinen Mann. Schließlich haben sie durch die an den Tag gelegte Solidarität und die Spendenaktion beweisen, dass mit ein wenig Unterstützung und der notwendigen Hilfsbereitschaft auch scheinbar finanziell übermächtigen Gegnern der Prozess gemacht werden kann.