Zusammenfassung: Das 900-Einwohner Dorf Braunsbach ist zerstört. "Es werde Monate dauern, bis die Folgen behoben werden könnten", sagte ein Polizeisprecher. In dem Ort gab es keine Toten und Verletzten. Laut Medienberichten herrsche im Ort Ausnahmezustand. Es gibt keinen Strom, Anwohner haben auch kein fließendes Wasser, die Mobilfunknetze funktionieren nicht. Bei dem schwersten Unwetter seit Jahren in Süddeutschland sind nach Polizeiangaben insgesamt vier Menschen ums Leben gekommen. Beim letzten Todesopfer handelt es sich um ein 13 Jahre altes Mädchen, was mit einem 12-jährigen Jungen Schutz vor den Regen suchen wollte. Die Kinder befanden sich zum Zeitpunkt des Unwetters an einer Bahnstrecke zwischen Schorndorf und Urbach und wollten Schutz unter einer Eisenbahnbrücke suchen. Offensichtlich war das Mädchen dabei zu nah an den Gleisen und wurde von einem vorbeifahrenden Intercity erfasst. Der Junge, der überlebte, wird psychologisch betreut. Die weitere drei Todesopfer kommen aus Weißbach und Schwäbisch Gmünd (siehe unterer Ticker). Die Identität des toten Feuerwehrmanns ist inzwischen bekannt. Laut BILD handelte es sich um den 38-jährigen Benjamin S., der einen leichtsinnigen Schwimmer retten wollte. S. wurde vom Wasser in ein Gully gezogen und ertrank. Auch der Schwimmer überlebte nicht und starb in den Fluten.

06:25 Uhr: Behörden sprechen von "Naturkatastrophe". Im Laufe des Vormittag werden neue Informationen vom Krisenstab im Innenministerium erwartet.

06:20 Uhr: Zahlreiche Unwetterwarnungen (Warnung vor schwerem Gewitter!!!) für Baden Württemberg und Thüringen vom Deutschen Wetterdienst herausgegeben. Bitte verfolgt die örtlichen Wetternachrichten in den betroffenen Regionen.

06:08 Uhr: Braunsbach ist vom Unwetter schwer getroffen worden. Neben Überflutungen und Zerstörungen funktionieren Strom, Wasser und Abwasser nicht mehr.

06:00 Uhr: Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) spricht den Angehörigen der Hochwasseropfer sein Mitgefühl aus: "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Toten. Ich spreche ihnen meine aufrichtige Anteilnahme aus."

05:35 Uhr: Braunsberg hat bereits in der Nacht begonnen, einsturzgefährdete Häuser zu evakuieren

05:30 Uhr: Für folgende Kreise bzw. Landkreise gilt derzeit höchste Unwetterwarnstufe (Quelle: Deutscher Wetterdienst): Hohenlohekreis, Ahrweiler, Altenkirchen, Bad Kreuznach, Cochem-Zell, Heilbronn, Limburg-Weilburg, Mainz-Bingen, Stadt Mainz, Mayen-Koblenz, Neuwied, Main-Tauber, Lahn-Dill, Neckar-Odenwald, Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn, Rheingau-Taunus-Kreis, Stadt Koblenz, Stadt Wiesbaden, Westerwaldkreis

05:27 Uhr: Das Innenministerium von Baden Württemberg bestätigte inzwischen die drei Todesfälle!

05:25 Uhr: Im niederbayerischen Sankt Englmar wurde am Sonntagabend eine Frau während des Telefonierens von einem Blitz getroffen. Sie wurde leicht verletzt.

03:40 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt, dass es heute von Nordbayern bis Rheinland-Pfalz stark regnen soll. ACHTUNG: Im Norden und Osten werden ab dem Nachmittag kräftige Gewitter erwartet!!! 

Wir berichten fortlaufend bei sehr wichtigen und bestätigten Ereignissen im Zusammenhang mit dem aktuellen Unwetter!

Die schweren Unwetter haben in der Nacht zum Montag vor allem Teile von Baden-Württemberg massiv getroffen. Bei heftigen Überschwemmungen kam es zu ersten Todesfällen. So soll am Sonntagabend in der Stadt Weißbach (Baden Württemberg) eine Person ertrunken sein. Laut Polizei kam der Mensch in einer Tiefgarage ums Leben. Dieser sei von den Wassermassen überrascht worden und konnte sich nicht mehr befreien. Die Einsatzkräfte konnten die Person nur noch tot bergen.

Zwei weitere Personen sind laut Stadtverwaltung in Schwäbisch Gmünd ums Leben gekommen. So soll ein Feuerwehrmann, der einen Mensch aus dem Wasser retten wollte bei der Rettung gestorben sein, ebenfalls starb die Person in der Notlage. 

In dem kleinen Ort Braunsbach wurde ein dramatisches Video aufgenommen, das das Ausmaß der Fluten zeigt. Ganze Autos, sogar Rettungsfahrzeuge mit Blaulicht werden von den Wassermassen mitgerissen. Der Ort sei laut Polizei großräumig abgesperrt. Einwohner stellten das folgende Video den sozialen Netzwerken zur Verfügung.

Quellen Foto und Videos: Facebook; YouTube

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