Von Anne-Maria Stehler aus Rostock

Am Wochenende kam es auf der belebten S-Bahnstrecke zwischen Warnemünde und Rostock zu einem schweren Zwischenfall. Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren haben dabei am Samstagabend im Zug randaliert und drei Fahrgäste angegriffen. Die Strecke wird gerade am Wochenende von vielen Touristen genutzt, die in Warnemünde Urlaub machen und am Abend in die Hansestadt rein fahren, um dort Kinos, Bars oder auch Clubs in der Altstadt zu besuchen. 

Erst wurde gegrölt...

Doch die Fahrt mit der Deutschen Bahn um 18:40 Uhr endete am Samstag mit einem Notarzteinsatz. Denn ein Mann musste mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Das teilte die Bundespolizei mit. Die Polizei rekonstruiert den Vorfall so: Die Jugendlichen seien in Warnemünde, einem sehr belebten Bahnhof, in die S-Bahn gestiegen. Als der Zug in Richtung Rostock fuhr (bis in die City sind es etwa 20 Minuten) fingen die Teenager an zu grölen.

... dann schlugen sie zu

 

Sie fingen an mit Wasser zu spritzen und die Toiletten im Zug zu beschmutzen. Jetzt ging die Randale richtig los. Drei Fahrgäste forderten die Jugendlichen auf, mit dem Vandalismus aufzuhören. Nun kam es zu einem Streit: Die Jugendlichen griffen einen Mann an und schlugen ihn. Als der Zug am Hauptbahnhof in Rostock ankam, nahm ein Jugendlicher Steine aus dem Schotterbett am Gleis und bewarf weitere Fahrgäste.

Am Ende wurden die Jugendlichen festgenommen

Die herbeigerufenen Einsatzkräfte der Bundespolizei nahmen die Jugendlichen fest. Sie sollen zum Teil betrunken gewesen sein. Wie der Pressesprecher der Bundespolizei in Rostock weiter mitteilt, wurden Strafanzeigen gegen die Randalierer gefertigt. Die minderjährigen Tatverdächtigen wurden an ihre Fürsorgeberechtigten übergeben. Besonders Urlaubern sei gesagt: Die Strecke Rostock-Warnemünde ist grundsätzlich sicher. Halten Sie sich bei Vorkommnissen aus Streit heraus und rufen Sie unverzüglich die Polizei über den Notruf. Die Beamten können sehr schnell an alle S-Bahnhöfe der Strecke gelangen und sofort eingreifen.

Foto: Deutsche Bahn Pressestelle

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