Am 21. Mai fanden sich rund 8.000 Interessierte auf dem Wachauring ein, um mehr als 50 e-Autos wie Tesla sowie hunderte e-Bikes, Segways, Fahrräder, Scooter und vieles mehr Probe zu fahren. Durch das umfangreiche Rahmenprogramm wurde dieser e-Mobilitätstag für alle zu einem Volksfest der besonderen Art.

Wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten für e-Mobile sind, wurde eindrucksvoll mit einem Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Krems demonstriert. Diese nahm im April 2016 das landesweit erste e-Einsatzfahrzeug in Betrieb. Der „Last 1“ ist ein Versorgungsfahrzeug, das Werkzeug, Treibstoff oder sonstige Geräte zu und von Einsatzstellen transportiert. Im Dienstbetrieb soll bald ein Nissan E-NV 200 eingesetzt werden.

Die Palette der gezeigten Fahrzeuge reichte vom selbst gebauten e-Kart der HTL Hollabrunn über innovative e-Lastenräder, die vor allem im städtischen Bereich eine sinnvolle Alternative für Transporte darstellen, bis zum Wohnwaggon der Zukunft. Dieses mobile Musterhaus erzeugt den Strom für den eigenen Bedarf selbst und hat eine Lademöglichkeit für e-Fahrzeuge eingebaut.

Unterhaltung und Information für die ganze Familie

Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm bot für jeden etwas: Fachvorträge rund um die e-Mobilität sowie Live Acts von „Jimmy Schlager & Band“ und „Steirerbluat“, ein e-Bummelzug, die RADLand Mobilitätspreis-Verleihung und das EVN Kinderprogramm. !Wir haben es geschafft, den Niederösterreichinnen und Niederösterreich die Mobilitätsform der Zukunft erlebbar zu machen. Der große Zuspruch der Besucherinnen und Besucher beweist, dass die Zukunft bereits begonnen hat", freute sich Dr. Herbert Greisberger von der Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu), die das e-Mobilitäts-Testevent gemeinsam mit ecoplus, der EVN und dem Land Niederösterreich veranstaltet hat.

Die Expertinnen und Experten der Energieberatung NÖ standen den Interessierten zu allen Fragen in Sachen Anschaffung, Betrieb und Förderung mit Rat zur Seite. "Elektroautos sind ab circa 20.000 Euro erhältlich und dank attraktiver Förderungen in Niederösterreich rechnet sich das Elektroauto oft schon nach kurzer Zeit, da man sich bei den laufenden Kosten im Durchschnitt 1.000 Euro pro Jahr erspart im Vergleich zu einem Diesel oder Benzin Fahrzeug", erklärte Mag. Helmut Miernicki, Geschäftsführer von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreichs.

Startschuss für besondere Rallye

Diese Veranstaltung war zugleich der Startschuss der Plug & Play Genuss e-Tour Austria des Bundesverbands nachhaltige Mobilität. Die Route führt die 60 Teilnehmer mit ihrem e-Autos über Oberösterreich nach Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Ziel nach dem Bezwingen der Großglocknerstraße und dem Passieren des energieautarke Kötschach-Mauthen ist Velden, wo am 29. Mai Österreichs großes E-Mobilistentreffen gemeinsam mit dem Zoe-Club und anderen stattgefunden hat.

Neben diesen Rallye-Teilnehmern reisten weitere rund 150 e-Mobilbegeisterte mit dem eigenen e-Auto an. Weltrekordhalter Michael Willberg aus Bayern erzählte beim Pionierbrunch, wie er mit seinem e-Auto in nur vier Tagen 6.624 Kilometer von Südspanien an das Nordkap zurück bewältigte. Was ihm einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde einbrachte. #Österreich