Vor genau einer Woche, am 12. Juni 2016, ereignete sich eines der schlimmsten Massaker in der Geschichte der USA. Der Terroranschlag in Orlando im US-Bundesstaat Florida kostete 49 Menschen das Leben. 59 Menschen wurden verletzt. Außenstehende können nur vage erahnen, wie schrecklich dieser Anschlag gewesen sein muss. Die Angst, die die Überlebenden im Nachtclub Pulse durchgemacht haben, belegt nun ein neues, sehr verstörendes Video.

Bei diesem Handyvideo wird ersichtlich, dass die Geiseln in einem Waschraum bzw. die Toiletten gesperrt wurden. Verletzt und völlig verängstigt sitzen und liegen die Besucher des Schwulen- und Lesbenclubs zusammengefercht auf den Boden. Sie wimmern. Andere versuchen weinende Personen zu beruhigen. Ganz offensichtlich, um nicht die Aufmerksamkeit des Geiselnehmers zu provozieren. Das Video, welches der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurde, zeigt keine Toten oder lässt Schüsse hören. Und das ist richtig so. Denn das Video soll nicht die Sensationsgier befriedigen, sondern in 45 Sekunden zeigen, was Überlebende in dem Moment gefühlt haben müssen. Keine Worte, kein Interview kann das besser beschreiben, als das unfassbare Video, was am Ende des Textes angeschaut werden kann.

Fest steht, dass der Täter gegen 2 Uhr am 12. Juni 2016 (8 Uhr MESZ) das Pulse in Orlando betrat und sofort mit den Erschießungen begann. Hierbei verlor auch die 25-jährige Amanda Alvear ihr Leben. Die junge Frau filmte in einem Livechat den Beginn der Schießerei. Ihr Video ging um die Welt und machte Amanda auf so tragische Weise bekannt. Bei dem Attentat befanden sich etwa 320 Menschen im Pulse. Der Attentäter nahm nach den ersten Erschießungen Geiseln. Das Video zeigt diese Geiseln in den eingesperrten Toiletten. Erst gegen 05:08 Uhr gelang es einem SWAT-Team durch Sprengung der Außenmauer in den Club zu gelangen. Dabei konnten 30 Menschen befreit werden. 

Foto: Screenshot Video / Quelle: ABC News, privat

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Das letzte Video von Amanda Alvear #Terror #Kriminalität