Auch Jahre nach der großen Bankenpleite zocken die Geldinstitute unverblümt ihre Kunden ab. Offenbar haben sie nichts dazugelernt. Im Gegenteil, sie werden immer dreister. Jetzt möchten Sie das kostenlose Girokonto Schritt für Schritt wieder abschaffen.

Postbank will ihre Bestandskunden vergraulen

Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ von heute hat die #Verbraucherzentrale sechs Geldinstitute wegen zu hoher Gebühren abgemahnt. Darunter auch die Postbank, die zum 1. November die Kontoführungsgebühren erhöhen möchte. Die neuen Gebühren betreffen die Basiskonten und man schrieb den Kunden bereits im August einen Brief. Neu: Die Postbank will ein Onlinekonto mit einer monatlichen Grundgebühr von 1,90 Euro einführen. Ein flexibles Konto für Bankgeschäfte in Filiale und online soll ab 1. November 3,90 € kosten. Ein kostenloses Girokonto gibt es nur für Kunden unter 22 Jahren und für Kunden mit einem monatlichem Geldeingang von 3.000 €.

Diese Vorgehensweise der abgemahnten #banken ist unverhältnismäßig und kann durchaus mit Abzocke beschrieben werden. Dank der Niedrigzinsen der EZB verdienen die Banken mit ihrem Kerngeschäft kein Geld mehr. Nun haben sie nicht mehr die Möglichkeit der Quersubventionierung. Die Kunden sollen also die Karre aus dem Dreck ziehen und für eine verfehlte Finanzpolitik büßen. Hier läuft etwas falsch!

Weg mit den wenig zahlungskräftigen Kunden

Seit Juni dieses Jahres sind Geldinstitute dazu verpflichtet, ein Basiskonto anzubieten, das sozial schwächer gestellten, überschuldeten und obdachlosen Menschen oder Asylbewerbern die Möglichkeit des bargeldlosen Zahlungsverkehrs bietet. Offensichtlich sind einigen Banken diese Kunden ein Dorn im Auge. Die Verbraucherzentrale ist der Meinung, dass die Geldinstitute Deutsche Bank, Postbank, Targobank, Sparkasse Holstein, BBBank und die Volksbank Karlsruhe mit ihren Forderungen gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen. Der Gesetzgeber verlangt, dass Kontogebühren angemessen und marktüblich sind. Von dieser Richtlinie sind die abgemahnten Banken weit entfernt.

Besserverdiener – für die Banken geeignete Finanzproduktempfänger

Die abgemahnten Banken haben offensichtlich nur eines im Sinn: "schlechte" Kunden loszuwerden und die „guten“, weil für sie lukrativ, zu behalten. Denn ihnen kann man viele weitere „Finanzprodukte“ aufschwatzen. Für ihre Basiskonten erhebende die genannten Bankinstitute laut Verbraucherzentrale nicht nur zu hohe monatliche Grundentgelte, auch für Einzelposten wie zum Beispiel Überweisungen mit Beleg werden zu hohe Gebühren erhoben. Ferner beanstanden die Verbraucherschützer, dass es für internetaffine Kunden kein separates Basiskonto  gibt, das nur online geführt wird und deshalb günstiger ist.

Neues vom internationalen Parkett: #Klage