Es sind Szenen wie diese, die jedem das Blut in den Adern gefrieren lassen: “#Lkw rast in Stauende – drei Tote“

Mutter und Kinder sterben bei #Unfall - dann erneut tödlicher Crash“

Es sind grauenhafte Bilder für Ersthelfer und Rettungskräfte vor Ort. Szenen, die niemand wirklich sehen und schon gar nicht erleben möchte. Doch wie kann es dann zu solchen Tragödien kommen und wie können Sie als Autofahrer die Gefahr, selber Opfer eines solchen Horrorcrashs zu werden, zumindest ein wenig minimieren?

Hier da haste, und jetzt FAHR“

Zuerst muss man wissen, wie es zu solchen Tragödien kommen kann.

Niemand möchte in seinem Leben solch eine Katastrophe verursachen, von daher ist Vorsatz auszuschließen. Doch man kann, beziehungsweise man muss sogar in vielen Fällen vom vorsätzlichen Leichtsinn sprechen, da auch Lkw neueren Datums, trotz Notbremsassistenten, in solch schwere Unfälle verwickelt sind.

Dazu gehören: Ein viel zu dichtes Auffahren zum Vordermann, das bewusste Abschalten des Notbremsassistenten, unausgeschlafen auf Tour gehen, zu viel Ablenkung z.B. durch Handy und Video während der Fahrt. Es findet aber darüber hinaus, durch viele Fuhrunternehmen selbst verschuldet, eine zu geringe Sensibilisierung der Fahrer für die Gefahren, die von einem schweren Lkw ausgehen, statt, und zu oft wird der Termindruck auf die Fahrer abgewälzt: „Hier da haste, und jetzt FAHR“.

Persönliche, oder technische Überforderung des Fahrpersonals

Wenn das Fahrpersonal nicht ausreichend mit der Technik im Fahrercockpit vertraut ist, oder schwere psychische Probleme vorliegen, dann drohen immer Gefahren. Die Instrumententafeln in modernen schweren Lkw, ähneln überspitzt gesagt, oftmals mehr denen in Pilotenkanzeln, als dem eines 12t Verteilerfahrzeugs. War früher noch der "ganze Kerl mit Kraft“ hinter dem Lenkrad gefragt, so ähnelt heute der Job eines Fernfahrers mehr dem eines Piloten oder einer Pilotin. Meiner Meinung nach müsste genau hier angesetzt und ein Persönlichkeits- so wie ein Tauglichkeitstest europaweit Standard werden und nicht “nur" eine Berufskraftfahrer-Ausbildung. Aber auch das Image und die Entlohnung des Kraftfahrers, der Kraftfahrerin, muss sich dringend zum Besseren ändern!

Der beste Airbag der Welt

Das Stauende und wie verhalten Sie sich denn nun am Besten?

Abstand halten: Egal, was Sie während der Fahrt auch tun, Ihr Motto sollte immer lauten: „Ich habe mit ABSTAND den besten Airbag der Welt“, oder „Ich fahre mit ABSTAND am Besten“ auch wenn sich das nicht immer so einhalten lässt!

  • Wenn Sie auf ein Stauende zufahren, werden Sie meistens zuerst die Warnblinker ihrer Vorderleute sehen. Schalten auch Sie in solchen Fällen sofort Ihr Warnblinklicht ein und verringern Sie ihre Geschwindigkeit!
  • Schauen Sie in den Rückspiegel und vergewissern Sie sich, ob Ihr Hintermann ebenfalls reagiert! 
  • Behalten Sie, während Ihr Fahrzeug zum Stillstand kommt, den nachfolgenden Verkehr weiterhin wachsam im Auge und nicht nur Ihren direkten Hintermann, denn ungebremst, schiebt ein 40 Tonner bei voller Fahrt, beim Aufprall, 5 oder 6 Pkw ineinander.
  • Halten Sie bei Stillstand ausreichend Abstand zum Vordermann, mindestens aber eine Pkw-Länge, damit Sie Platz haben eine Rettungsgasse zu bilden, bei Gefahr schnell die Spur zu wechseln, oder auf den Standstreifen „fliehen“ zu können.
  • Sollte sich Ihnen ein Fahrzeug von hinten mit unverminderter Geschwindigkeit nähern und nicht reagieren, weichen Sie sofort nach rechts auf den Seitenstreifen aus, geben Sie Gas und entfernen Sie sich mit Ihrem Fahrzeug rasch nach vorne aus dem Gefahrenbereich. Wichtig, achten Sie dabei auf Personen oder andere Fahrzeuge, die sich auf dem Standstreifen befinden können, oder suchen Sie sich eine Lücke bei den angrenzenden Fahrspuren. Das Wichtigste aber ist, dass Sie einen direkten Aufprall dadurch verhindern sollten, indem Sie sich mit ihrem Fahrzeug zur Seite zu flüchten versuchen.

Befolgen Sie diese Regeln und bleiben Sie entspannt.

Allzeit gute Fahrt, 

Ihr KVM Daniel Schmahl #Ratgeber