Die Grabeskirche von Jesus in Jerusalems Altstadt gilt nach den christlichen Glauben als Ort der Kreuzigung von Jesus Christus. Hier soll er begraben worden und wenige Tage danach auferstanden sein.

Zurzeit wird die kleine Kapelle über dem Grab der heiligsten Stätte im Christentum restauriert. Dabei haben Archäologen die Marmorplatte des Grabes beiseitegeschoben, um die Überreste des Grabes freizulegen. Sie erhofften sich dadurch neue Erkenntnisse zu Beschaffenheit des Felsens. Doch nicht wie erwartet war das Grab leer. Unter der ersten Platte und einer Schicht von Füllmaterial aus Geröll fanden die Archäologen, die im Auftrag des Magazins "National Geographic" arbeiten, eine weitere Marmorplatte.  

Weißliche Schicht gefunden

Nach dem die Forscher das Geröll des Grabes, welches seit 1555 nicht mehr bewegt worden war, abtragen hatten, fanden sie eine zweite Platte. In diese ist ein Kreuz graviert. Es soll aus dem 12. Jahrhundert stammen. Unter der in der Mitte zerbrochene Platte befand sich nach Angaben zufolge eine "weißliche Schicht."

Die Fundamente werden nun wissenschaftlich analysiert. Doch der Archäologe Fredrik Hiebert ist sich sicher: "am Ende werden wir die Originalfelsenoberfläche begutachten können, auf die Christus’ Leichnam der Überlieferung nach abgelegt wurde.“

Kirche für Besucher weiterhin geöffnet

Derzeit wird die Grabeskapelle von einem Team der Nationalen Technischen Universität Athen aufwendig restauriert und erdbebensicher gemacht. 

Um jedoch den Zugang zu der Pilgerstätte weiterhin zu gewährleisten, finden nur am Abend und in der Nacht die Restaurationsarbeiten statt. Die Kirche wird von den römisch-katholischen, griechisch-orthodoxen und armenisch-orthodoxen Kirchen gemeinsam verwaltet, hinzu kommen drei Gesandte aus christlichen Gemeinschaften. Über den Erhalt der "heiligsten Kirche der Welt" kommt es immer wieder zu Streitigkeiten. Im Frühjahr 2017 sollen die Arbeiten der Ädikula abgeschlossen sein.  #Christentum #Jerusalem