Die Geschichte unseres Weltbildes ist die Geschichte von der Entwicklung eines Konzepts, das zu den jeweiligen Erkenntnissen der Zeit passt. Eines Konzepts, dessen Veränderung vom System nur selten mit offenen Armen herbeigesehnt wurde, denn eine Zeit geordneter Verhältnisse ist überschaubarer und planbarer als eine Zeit des Wandels. Viele bahnbrechende Veränderungen durchliefen Prozesse, die von Leugnung, Wut, Verhandlungen und Depression (nicht umsonst schreibt man Kopernikus, Darwin und Freud die drei großen Kränkungen der Menschheit zu) geprägt waren und manchmal Jahrhunderte bis zur allgemeinen Akzeptanz brauchten. Der Tod eines alten Weltbildes gleicht dem Tod eines vertrauten Lebens und wird kollektiv von einem klassischen Trauerprozess begleitet, bevor man bereit ist, ein neues Weltbild anzuerkennen. Als im frühen 20ten Jahrhundert die moderne Physik die Bühne betrat und sich Relativitätstheorie und Quantentheorie in Fachkreisen durchsetzten, war klar, dass sich unser Weltbild ein weiteres Mal auf einem altersschwachen, morschen Fundament befindet. Dass ein weiteres Mal der Wandel naht, nach welchem die Welt nie wieder so aussehen wird, wie zuvor. Jetzt, ein knappes Jahrhundert später, häufen sich die Zahlen der Wissenschaftler, die den konservativen Weg verlassen haben und ihren Forschungen ein völlig neues Weltbild zugrunde legen. Einige dieser Grundlagen sind mittlerweile so gut erforscht, dass wir erahnen können, welche Möglichkeiten sich künftig für uns öffnen werden. Ob es sich bei diesem neuen Weltbildbild um die größte aller Kränkungen, oder deren Wiedergutmachung handelt, sei jedem Leser selbst überlassen.

Diese Serie ist einer Reise durch die fabelhafte Welt der Grenzwissenschaften gewidmet. Themen, die es aufgrund ihrer Abenteuerlichkeit schwer haben, ihren Weg in die öffentlichen Medien zu finden. Wir durchforsten die unglaubliche Erkenntnisgeschichte in Heilung, Mystik, freier Energie, Numerologie, Tarot, Okkultismus und Bewusstseinsforschung, die von Grenzwissenschaftlern überall auf dem Planeten geschrieben wurde. Wir werden den einzelnen Puzzleteilen analytisch auf den Grund gehen und dringen dabei natürlich in Bereiche vor, die manch einem auf den ersten Blick zu unseriös und esoterisch (heutzutage werden diese Begriffe auch gerne synonym verwendet) anmuten werden.

Deswegen ist eine gute Ausrüstung von fundamentaler Bedeutung. Sie muss leicht sein, damit sie uns nicht im freien Denken einschränkt. Sie muss logisch sein, damit sie unserer Intelligenz gerecht wird. Und sie muss sicher sein, denn sonst gehen wir in unseren Schlussfolgerungen verloren. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, beschränken wir unsere Ausrüstung auf drei Grundthesen, die mittlerweile auf wissenschaftlich grundsoliden Füßen stehen und von jedem Leser ohne Probleme nachgeprüft werden können. Es wird eine Reise sein, die Spaß macht, die die Angst vor Veränderung lindern und den kreativen Geist mit Vorfreude in die Zukunft blicken lassen soll. Drei Grundannahmen als Basisausrüstung:

  1. Der Großteil des Universums ist für uns unsichtbar. Nicht weil er unglaublich weit entfernt ist, oder weil wir nur erahnen können, wo die Grenzen des Universums sind. Wir könnten ihn nicht einmal wahrnehmen, wenn uns direkt vor der Nase säße. Seit Astronomen durch das Hubble-Weltraumteleskop in der Lage sind, die Bewegungen von Galaxien zu erforschen, herrscht ein Konsens darüber, dass alles von uns Messbare (Das elektromagnetische Spektrum) höchstens 5 % dessen sein kann, was existiert (besser: passiert). Dazu ein kurzer Exkurs. Alles was wir optisch wahrnehmen und messen können ist elektromagnetisches Licht.

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