Sie gelten als technisches Wunderwerk im Militärbereich und verbreiten Angst und Schrecken in den Kreisen der Kampfpiloten: die Luftabwehrsysteme S-300W und S-400 Triumph. Sie wurden nach Syrien gebracht und sind, samt ihren Radaranlagen, rund um die Uhr und jeden Tag aktiv.

Man hat im Abendland die Zeichen der Zeit nicht erkannt. #Russland wird in jeder Hinsicht zum Dritten Rom.

Der #Krieg in Syrien wurde für die Russen zum Kreuzzug, der auf keinen Fall verloren werden darf. Dies wurde auch übersehen.

Die russische Regierung gibt USA letzte Warnung

Das Verteidigungsministerium in Moskau hat mitgeteilt, dass jedes nicht identifizierte Flugobjekt, welches den syrischen Luftraum verletzt, ohne Vorwarnung abgeschossen werde. Die meisten russischen Offiziere und zivilen Freiwilligen aus Russland seien in Syrien in den meisten Provinzen tätig, um humanitäre Hilfen zu leisten sowie Friedensgespräche anzubahnen, war die Begründung aus Moskau. Ihre persönliche Sicherheit dürfe also nicht durch Luftangriffe gefährdert werden. „Die Illusionen der Laien hinsichtlich der unsichtbaren Flugzeuge würden an der enttäuschenden Realität zerplatzen“, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums General Igor Konaschenkow am Donnerstag in Moskau.

Bedrohliche Ahnungslosigkeit der US-Führung oder verdammte Logik des Vernichtungskrieges?

In der Ära gleichgewichtigen Schreckens der Supermächte, gemeinhin als der kalte Krieg bekannt, waren die Leute in den Führungsposten in Washington klüger. Man plante damals keine unmittelbaren Schläge gegen Angehörige der Sowjetarmee. Auch nicht während des schlimmsten und größten der Stellvertreterkriege dieser Zeit, der in Indochina von 1959 bis 1975 tobte.

Anderseits hat die Obama-Regierung einen besonders fanatischen und unberechenbaren Verbündeten in diesem unnötigen Kampf gegen Russland gewählt. So berichtete der ARD-Korrespondent Volker Schwenck darüber: "Im Moment muss politisch sehr viel geschehen, damit die Mindestforderungen zur Vereinbarung der Waffenruhe erfüllt werden können. Hauptsächlich geht es um die dschihadistischen, die extremistischen Teile der Opposition, wie beispielsweise um die ehemalige Nusra-Front, die jetzt anders heißt, aber immer noch Al-Kaida nah ist. [...] Die moderaten Rebellen sollen sich also von ihr distanzieren. Das wird sehr schwierig werden, denn die ehemalige Nusra-Front war in der Vergangenheit die kampfstärkste Gruppe. Sie war letztlich auch dafür verantwortlich, dass der Belagerungsring um Aleppo für kurze Zeit durchbrochen wurde." (Moderate Rebellen "verraten und verkauft"?, 15. September)

Ein Vorabend des Dritten Weltkriegs oder „nur“ ein Verhängnis der immer neuen Stellvertreterkriege?

Leonid Slutsky, der neue Vorsitzende des auswärtigen Ausschusses der Duma, hat keine Illusionen in Bezug auf die Position Trumps, der seit zwei Wochen in seinen Äußerungen wiederholt die Thesen des State Department vertrete. Die Waffenruhe wurde angeblich durch die Russen unmöglich. Im Fernsehprogramm „Vesti v Subotu“ sagte er, dass man nicht von der Annäherung eines Atomkrieges zwischen den Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation sprechen sollte. Ein großer und heftiger Stellvertreterkrieg komme da viel mehr in Frage.

Was er meint, wird klar, wenn man sich zum Beispiel den Vietnamkrieg anschaut. Im Verlauf des Krieges gab es unter anderem Terroranschläge gegen die US-Botschaft in Saigon. Im vergangenen Monat wurden in Damaskus Mörsergranaten auf die russische Botschaft abgefeuert. Ausgerechnet an diesem Tag, als die Genfer Verhandlungen mit Moskau über die Beilegung des Syrienkrieges durch Washington abgebrochen wurden.