Einkaufen ohne Müll scheint unvermeidbar: Alles ist mit Plastik oder Dosen verpackt und Obstbeutelchen sind in jedem Supermarkt umsonst zu haben. Dabei ist Plastik nachweislich schädlich für die Gesundheit und verschmutzt als #Mikroplastik unsere Flüsse und Meere. Wer schon mal die Suchbegriffe „Plastik“ und „Tier“ bei YouTube eingegeben hat, wird den Strohhalm zur Cola ganz schnell weglassen. Immerhin schaffen mittlerweile immer mehr Supermärkte die Einkaufstüten aus Plastik ab: erst Rewe und nun auch Lidl. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Dass der Müllberg nach dem Einkaufen nicht sein muss, beweisen aber auch einige Verbraucher. So ist die Familie Krautwaschl aus Österreich bekannt geworden seit sie auf Plastik verzichtet und darüber im Blog schreibt, nachdem die Mutter den Film Plastic Planet gesehen hatte. Die Amerikanerin Bea Johnson, Autorin des Buches Zero Waste Home, tourt durch die Welt und bringt Interessierten bei, wie man Müll vermeidet. Auch in Deutschland wollen immer mehr Menschen nicht für Plastik und Verpackungen mitbezahlen. Olga Kroll, Autorin des Blogs Zero Waste Lifestyle, hat sogar einen Laden eröffnet, der Lebensmittel unverpackt verkauft. Hier können Kunden Nudeln, Reis und Gewürze in selbst mitgebrachte Behälter füllen und so müllfrei einkaufen. Auch alternative Kosmetikprodukte, ökologisches Büromaterial und plastikfreie Haushaltsgegenstände können hier gekauft werden. Damit ist der Laden "Tante Olga" in Köln einer von vielen in Deutschland. Auch in Hamburg, Berlin und Kiel gibt es Unverpackt-Läden.

Tipps für den plastikfreien Einkauf

Aber wie kann man Müll reduzieren, wenn man weiterhin in konventionellen Supermärkten einkaufen muss? Hier ein paar Tipps:

  • Stoffbeutel statt Plastiktüte benutzen

  • Obst und Gemüse muss nicht in einen Plastikbeutel – ein Wäschenetz ist wiederverwendbar

  • Leistungswasser in Glasflaschen füllen statt Einwegflaschen kaufen

  • ein Stück feste Seife hält viel länger als Flüssigseife und kommt in Papier verpackt

  • das Frühstücksbrot kann man in der Blechdose mitnehmen, statt es in Chellophan einzuwickeln

  • wer einen guten Rasierhobel kauft, spart sich den Kauf vieler Einwegrasierer

  • nur kaufen, was man wirklich braucht

Es ist viel leichter als man denkt, weniger Müll zu produzieren, wenn man sich nur von ein paar alten Gewohnheiten trennt. Gleichzeitig tut man etwas für seine Gesundheit: die Belastung durch Chemikalien im Körper aus Plastikumverpackungen sinkt nach nur vier Wochen um 30 Prozent und mehr – das zeigte ein Experiment des NDR. #Umweltschutz #Plastiktütenverbot