Zumindest unter Journalisten und Medienvertretern schlug diese Nachricht ein wie eine Bombe. #Gisela Friedrichsen verlässt den #SPIEGEL. Die Gerichtsreporterin war nicht irgendeine Autorin - sie war die Reporterin schlechthin. Ihre Spiegel-Artikel sorgten für regen Diskussionsstoff, in Talkshows wurde sie zu den brisantesten Fällen befragt und auch ihre häufige Kritik gegenüber der Justiz, wie im Fall Kachelmann, prägte die Medienlandschaft.

SPIEGEL Aushängeschild

Friedrichsen ist auch bei manchen Richtern gar gefürchtet, weil sie den Finger in die Wunde legt; weil sie ihr eigenes Urteil mit ihrer Sicht der Dinge fällt, ohne dabei zu verurteilen. Die 71-Jährige ist bis heute ein Aushängeschild für den SPIEGEL. Sie hat vielen Prozessen beigewohnt und darüber berichtet. Auch schwere Fälle - Mord, Vergewaltigung, Folter. Friedrichsen machte nie eine Sensation daraus und schaffte solche Gerichtsprozesse bei aller Schwere mit nötigen Abstand für den Leser und Zuschauer zu reflektieren.

Keine Einigung bei der Vertragsverlängerung

Wie das Medienportal "Meedia" und der Branchendienst dwdl.de am gestrigen Abend berichteten, soll Friedrichsen einen Wechsel zum Springer-Verlag, konkret zur Welt-Gruppe, planen. Auf Nachfrage habe der #Axel Springer Verlag diesen Wechsel noch nicht bestätigt. Dennoch soll es aus Verlagkreisen bereits mehrfach heißen, dass Friedrichsen unmittelbar vor einem Wechsel steht. Gisela Friedrichsen war insgesamt 27 Jahre lang für den SPIEGEL tätig und hat die Position der Gerichtsreporterin 1989 als Nachfolge für Gerhard Mauz eingenommen. Laut dem Magazin "Meedia" soll sich die Autorin mit dem SPIEGEL letztlich nicht auf eine Verlängerung des Vertrages geeinigt haben können.

Friedrichsen auch häufiger bei N24 zu sehen?

Gisela Friedrichsen arbeitete als freie Autorin für den Hamburger Verlag. Mit der neuen Aufgabe wird Friedrichsen wahrscheinlich nicht automatisch in den Boulevard des Springer-Verlags gehen, wie zum Beispiel BILD. Vielmehr könnte sie neben der Autorin für die Zeitung Welt auch beim Newssender N24 präsenter werden. Der Nachrichtensender gehört inzwischen zu 100 Prozent dem Axel-Springer Verlag.

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