Deutschland- und österreichweit vermehren sich die Übergriffe durch sogenannte #Horror-Clowns. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um dumme Streiche. Dumm vor allem deshalb, weil die Menschen durch die Medienberichte verängstigt sind und sich zu wehren beginnen, für die maskierten Clowns könnten diese Scherze also nach hinten los gehen. Doch leider kommt es auch zu gewalttätigen Übergriffen mit Baseballschlägern, Messern oder sogar Kettensägen.

Bis zum heutigen Tag gab es in Deutschland bereits 200 Polizeieinsätze, trauriger Spitzenreiter ist Rostock mit 26 Vorfällen. Ein Auszug der Sichtungen und Anzeigen:

Mecklenburg-Vorpommern: Insgesamt 51 Vorfälle, 26 davon wurden zur Anzeige gebracht, Clown bedroht Pärchen mit Morgenstern, 19-Jähriger mit Baseballschläger verletzt, 15-Jähriger mit Messer bedroht (in Rostock)

NRW: Gelsenkirchen (9), Essen/Mülheim (12).

Bayern: München (11)

Sachsen-Anhalt: Insgesamt 35 Fälle polizeibekannt (u.a. Mutter mit Kind auf Supermarkt- Parkplatz mit Kettensäge bedroht).

Sachsen: Insgesamt 25 Sichtungen

Salzburg: in Hallein und Bischofshofen wurden Menschen verletzt.

Tirol: in Schwaz ging ein Clown mit einem Baseballschläger auf einen Jugendlichen los.

Wien: in Floridsdorf

Kärnten: hier wurde ein Clown von einem Hund attackiert, nachdem er mit einem Stock in der Hand eine Frau attackieren wollte.

Woher kommt dieser Trend und was geht in solchen Menschen vor?

Der Clown-Prank ist Mitte Oktober in Europa angekommen, die ersten Sichtungen gab es in Amerika bereits 2014, jedoch nicht in dem heutigen Ausmaß. Clown-Prank stammt von dem englischen Verb „to prank“ (einen Streich spielen) ab, wobei die Polizei keinen Hehl daraus macht, dass es eine Straftat ist, mit Messern oder anderen Gegenständen bewaffnet Menschen gezielt zu erschrecken. 

Auch wenn einige „dumme Jungs“ mitmachen, so sind sich doch Psychologen einig, dass es den meisten der Horror-Clowns um Macht geht. Menschen, die sich im Alltag zu ängstlich fühlen, können hinter dieser Maske ihre sadistischen und narzisstischen Neigungen ausleben. Viele von ihnen filmen ihre Attacken und laden die Mitschnitte in sozialen Medien hoch, um sich (anonym) feiern zu lassen. So können sie auf feigste Weise ihre im realen Leben nicht vorhandene Macht ausüben, meistens an Kindern, Jugendlichen oder Älteren.

Auf den Punkt gebracht handelt es sich durchwegs um Menschen mit psychischen Defiziten.

Wie soll man sich verhalten?

Das rät die Polizei München bei einer Clown-Begegnung:  

• Ruhe bewahren und sofort über den Notruf 110 (133 in Österreich) die Polizei rufen.

nicht ansprechen oder provozieren (in der Regel will der Clown einen „Streich“ spielen)

• Wer von einem Clown überrascht wird, sollte den Ort verlassen. Passanten um Hilfe bitten

• Tragen Sie eine Trillerpfeife am Schlüsselbund oder einen Schrill- oder Taschenalarm bei sich. Das durchdringende Geräusch sorgt sofort für öffentliche Aufmerksamkeit.

Keinen Pfefferspray verwenden! Kann gegen Sie gerichtet werden.

Es fällt oft schwer die Grenze zu ziehen. Wo hört der Spaß auf und fängt die Bedrohung an? Die einfach Antwort: sobald man sich bedroht fühlt! Nun steht #Halloween vor der Tür, und die Polizei befürchtet, dass sich dieser Trend am 31. Oktober verstärken wird. Wichtig ist, sich an die Tipps zu halten, den oder die Horror-Clowns auf keinen Fall zu provozieren und den Notruf wählen.

Experten gehen davon aus, dass dieser traurige Trend sehr bald wieder verschwinden wird. Momentan wird das Thema ja durch soziale Netzwerke und Medien verbreitet, wodurch man natürlich einige Trittbrettfahrer anheizt. Sollte man deshalb nicht mehr darüber berichten? Nein! Die Botschaft muss aber eindeutig sein: wer es jetzt, trotz all der Berichte und Nachrichten, noch macht, sich hinter der Maske versteckt und bösartig Menschen erschrecken oder verletzen will, begeht eine Straftat und hat mit den strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen!  #Amerika #Horrorclowns