(…) ich möchte von einem Ereignis erzählen, das ich Mitte der siebziger Jahre selbst erlebt habe. Mein Vater hatte einen Berufshypnotiseur engagiert, um ein paar Freunden eine kleine Abwechslung zu bieten, und er hatte auch mich hinzugebeten. Nachdem sich der Hypnotiseur sehr schnell ein Bild von der Suggestibilität der verschiedenen Personen gemacht hatte, entschied er sich für einen Freund meines Vaters namens Tom. Dies war Toms erste Begegnung mit einem Hypnotiseur. Tom erwies sich als ausgezeichnete Versuchsperson, und schon nach wenigen Sekunden hatte ihn der Hypnotiseur in einen tiefen Trancezustand versetzt. Er machte dann mit den üblichen Tricks weiter, wie man sie auf der Bühne vorführt. Er redete Tom ein, im Zimmer befinde sich eine Giraffe, und schon sperrte Tom vor Staunen den Mund auf. Anschließend erklärte er Tom, eine Kartoffel sei eigentlich ein Apfel, den dieser dann mit Genuss verspeiste. Doch der Höhepunkt des Abends kam, als er Tom sagte, seine minderjährige Tochter Laura sei für ihn vollkommen unsichtbar, sobald er aus der Trance erwache. Der Hypnotiseur stellte Laura direkt vor den Stuhl, auf dem Tom saß, weckte ihn auf und fragte ihn, ob er sie sehen könne. Tom schaute sich im Zimmer um, und sein Blick schien durch seine kichernde Tochter hindurchzugehen. »Nein«, entgegnete er. Der Hypnotiseur fragte ihn, ob er sich seiner Sache sicher sei, und wiederum antwortete Tom mit Nein, obwohl Laura immer lauter kicherte. Dann trat der Hypnotiseur hinter das Mädchen, so dass er Toms Blicken entzogen war, und holte einen Gegenstand aus der Tasche. Er verbarg den Gegenstand so sorgfältig, dass niemand im Zimmer ihn sehen konnte, und drückte ihn Laura ins Kreuz. Er forderte Tom auf, den Gegenstand zu identifizieren. Tom beugte sich vor, als wolle er direkt durch Lauras Magen hindurchstarren, und erwiderte, es sei eine Taschenuhr. Der Hypnotiseur nickte und fragte Tom, ob er die Inschrift auf der Uhr lesen könne. Tom kniff die Augen zusammen, so als strenge er sich an, die Schrift zu entziffern, und las dann sowohl den Namen des Uhrbesitzers (den keiner der Anwesenden kannte) als auch die Widmung vor. Daraufhin zeigte der Hypnotiseur die Uhr und ließ sie im Zimmer herumgehen, damit sich alle davonüberzeugen konnten, dass Tom die Inschrift richtig gelesen hatte(...)"

Das mag für viele von uns nun das endgültige Ende der Reise gewesen sein. Doch ist die Begebenheit an sich nicht im Geringsten unlogisch, wenn wir in der Lage sind, unser laufendes Programm zu unterbrechen und das, was wir über das Universum wissen, auf diese Situation anwenden. Schließlich ist feste Materie nicht real. Sie ist das Ergebnis dessen, was unser Körper an elektrischer Information entschlüsselt und interpretiert. Bis auf ihren elektrischen Informationsgehalt und dessen Masse sind Atome leer wie ein Fußballfeld, auf dem ein Reiskorn von Staubkörnen „umschwirrt“ wird (Wir erinnern uns an die erste Etappe). Warum sollten wir also nicht in der Lage sein, einfach hindurchzusehen, wenn wir durch eine präzise Suggestion in einer tiefen Trance die Fähigkeit verlören, einen bestimmten Informationsteil zu entschlüsseln. Hätte sich Tom denn in einer so tiefen Trance befinden können, dass man sogar sein Entschlüsselungssystem für optisches Licht manipulieren konnte? Und wenn, was hätte er dann wohl gesehen? An dieser Stelle kann einem die seriöse Wissenschaft nicht mehr weiterhelfen. Tom hätte ja durch seine aus Atomen aufgebaute Tochter hindurchsehen müssen. Und was ein Atom tatsächlich wahrhaftig ist und wie es aussehen würde, wenn wir uns auf Atomgröße (1 Angström = 0,0000000001 m) herunterschrumpfen würden, das kann niemand mit Sicherheit sagen.

 

<< Teil 2    Teil 4 >>        #ZumGlückindieZukunft