Die Genossenschaft von Lorenzo Chinalleto betreut die Einwanderer aus Afrika, welche im Hotel Byron bei Venedig untergebracht sind. Er berichet, dass die Migranten unzufrieden waren, als sie Kleidung von der Caritas und anderen Hilfsorganisationen erhielten, weil es keine Markenware war.

Wir wollen Armani und Boss ...

Die #Flüchtlinge hätten die Vorstellung gehabt, dass es in #Italien die gleichen Asylempfangssysteme gäbe, wie im nördlichen Europa. Mit der gespendeten Kleidung waren sie unzufrieden und wollten Neuware, Markenware wie Boss, Armani und Pirelli-Schuhe.

... und außerdem nicht ständig Pasta und Reis

Die Unzufriedenen stammen überwiegend aus den armen, afrikanischen Staaten Nigeria, Senegal, Somalia, Ghana und Mali. Trotzdem gingen vierzig der Flüchtlinge auf die Straße, um gegen die Lebensbedingungen im erdbebengeschüttelten und finanziell vor dem Ruin stehenden Italien zu protestieren und blockierten dabei den Verkehr.

Luxusforderungen und Gewaltorgien

Solche Proteste gibt es in Italien häufig und sie arten manchmal auch in Gewaltorgien aus. So hat eine Gruppe minderjähriger Flüchtlinge das Empfangszentrum in Fondachelli Fantina zertrümmert, weil ihnen die Unterbringung zu abgelegen war und zu nicht genügend Unterhaltungsmöglichkeiten bot. Sie hatten Erfolg und wurden in ein Luxushotel nach Messina verlegt. Im Juni protestierten #Migranten in einem kleinen Ort auf Sardinien mehrere Tage lang und randalierten mit Stöcken, weil sie neben besserem Essen, einen Fernseher auf jedem Zimmer sowie einen kostenlosen Bustransfer haben wollten, um täglich in die Inselhauptstadt Cagliari fahren zu können.

Der Regionaldirektor der sardinischen Aktionspartei Marcello Orru verurteilte diese Proteste aufs Schärfste. Es sei völlig intolerabel, solche Menschen ertragen zu müssen, denen die kostenlose Unterbringung und Verpflegung nicht passe und dann noch Luxuszusatzforderungen stellten. Auch wenn man ihnen Rassismus und Xenophobie vorwerfen würde, weigerten sie sich, diese "abgrundtiefe Ungerechtigkeit am sardinischen Volk zu akzeptieren." Wenn sie einen Fernseher und vielleicht auch noch eine Masseuse haben wollen, sollen sie dorthin zurück kehren, woher sie kamen und zwar für immer.