Beben der Stärke 5,4  erschüttert Italien 

Die Menschen in der Provinz Marken konnten sich noch gar nicht von dem verherrenden Erdbeben am 24. August dieses Jahres erholen, schon bebt die Erde unter ihren Füßen erneut. Am Mittwoch, 26. Oktober, um 19.11 Uhr kam es zu einem #Erdbeben der Magnitude 5,4 (in einer Tiefe von 9,3 Kilometern), und wieder lag das Epizentrum in der gleichen Region. In Accumoli (der in diesem Sommer am meisten betroffene Ort) und Amatrice sind sämtliche Telefonleitungen zusammengebrochen. Niemand kann zur Zeit sagen, wie dort die Situation ist.

Epizentrum des Erdbebens

Am meisten betroffen:  Visso (1.200 Einwohner, Marken), Ussita (441, Macerata) und  Preci (752, Provinz Perugia).Große Angst herrschte auch in Rom. Viele Menschen liefen auf die Straßen, das Beben war in der ganzen Stadt zu spüren.Zur Zeit liegen keine Meldungen über Schäden oder Verletzte vor (Quelle: Radio Uno e Protezione Civile).

Update: zweites Beben der Stärke 6,1!

Anfänglich schien es so, als seien die Bewohner mit dem Schrecken davon gekommen, doch knapp zwei Stunden später, um 21.18 Uhr wurden die Italiener von einem zweiten, viel stärkerem Beben heimgesucht. Diesmal lag das Epizentrum in Ussita (Provinz Marken), in einer Tiefe von 8,4 Kilometern.

Der Bürgermeister von Ussita, Guiliano Rinaldi, spricht in einem Interview mit Sky Tg24 von einer apokalyptischen Situation, die Gegend rund um den Ort sei erledigt! Er sei jedoch zuversichtlich, dass es wenige bis keine Verletzte gäbe, da zu diesem Zeitpunkt die Menschen bereits auf der Straße waren.

Die Nachrichtenagentur ANSA berichtet, dass selbst im 120 Kilometer entfernten Rom Risse an Gebäuden festgestellt wurden. Ausserdem waren die Erdstöße bis nach Florenz und Neapel zu spüren.

Vor allem in Castelsantangelo sul Nera ist die Situation kritisch, da die Stromversorgung unterbrochen ist. "Warten wir ab, bis Gott sich beruhigt hat" sagt Bürgermeister Mauro Falcucci in einem Gespräch mit ANSA. Er ist sich bewusst, dass es sehr viele Schäden geben wird, glaubt aber wie sein Kollege, dass sich die Zahl der Verletzten in Grenzen halten wird.

Bei dem Beben im August kamen 298 Menschen ums Leben, es verursachte einen Schaden von 4 Milliarden Euro und mehr als 4000 Menschen verloren ihre Unterkunft.

Heute, Donnerstag, bleiben sämtliche Schulen sowie die Universität von Perugia geschlossen. #Terremoto #Italien