In Port-Salut im Süden des kleinen Inselstaats melden Mitarbeiter des Krankenhauses den ersten Cholera-Toten. Acht weitere Menschen seien mit Verdacht auf eine Cholerainfektion eingewiesen worden. Auch in anderen Gebieten Haitis soll es zu Ausbrüchen der tödlichen Krankheit gekommen sein.

Das bitterarme Land hat sich bis heute nicht von dem verheerenden Erdbeben im Jahr 2010 erholen können, bei dem mehr als 250.000 Menschen starben und sich Hunderttausende mit Cholera infizierten. Tausende Haitianer starben seither. 

Internationale Hilfsorganisationen warnen nun vor einem erneuten Ausbruch der #Seuche. "Überschwemmte Gebiete, schlammige Pfützen sowie die Leichen von Menschen und Tieren sind perfekte Brutstätten für den Erreger", sagte der #Haiti-Vertreter des UN-Kinderhilfswerks Unicef, Marc Vincent. "Jeder Tag ohne Abhilfe erhöht das Cholera-Risiko". Deshalb müsste jetzt alles daran gesetzt werden, die Menschen in den nächsten Tagen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen, um die Ausbreitung einzudämmen. 

Auch Amerika blieb nicht verschont

Obwohl sich der Hurrikan auf seinem Weg zur US-Ostküste abgeschwächt hatte, hinterließ er durch seine sintflutartigen Regenschauer und Sturmböen eine Schneise der Verwüstung. Mindestens 17 Menschen kamen in den betroffenen US-Bundesstaaten North Carolina, South Carolina, Florida und Georgia ums Leben. Einige Menschen werden noch immer vermisst. 

Weite Landestriche stehen noch immer unter Wasser, Menschen mussten von den Rettungskräften mit Hubschraubern von den Dächern ihrer Häuser in Sicherheit gebracht werden. In Florida verirrten sich durch die Überflutungen Alligatoren und Schlangen in die Vororte der Städte, Tausende Menschen verbrachten die Nacht in Notunterkünften und zwei Millionen Amerikaner hatten in den betroffenen Staaten keinen Strom

Die Zahl der Toten wird noch steigen

Wie viele Menschen dem Jahrhundert-Hurrikan "Matthew" zum Opfer gefallen sind, lässt sich wohl erst in den nächsten Wochen sagen. Doch eines ist klar. Die Beseitigung der Schäden wird noch Monate anhalten und die Folgen werden noch Jahre daran spürbar bleiben, sowohl in Amerika als auch in Haiti, Jamaika und Kuba. #HurrikanMatthew